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Hallo ich möchte euch Heute etwas über die Welser Familie erzählen. Mein Vortrag ist in 3 Teile gegliedert:

1. Eine kurze Biographie der Welser

2. Mit was und wo haben die Welser gehandelt

3. Die Verbindung der Welser zu Renaissance



Kommen wir nun zu Punkt eins eine kurze Biographie der Welser. Die Welser sind in Augsburg nachweisbar seit 1246. Die Familie ist vermutlich aus Italien zugewandert. Der erste Welser der eine Kaufmännische Karriere begann war Bartholomäus Welser. Er stammte aus der Dritten Generation. Er war es der sich mit seinem Schwager selbstständig machte. Die Firma die er gründete hieß „Barthome Welser und seine Gesellschaft“. Sie handelten hauptsächlich mit Baumwolle und Barchent. Diese Firma zerbrach weil der Schwager der die Firma mit aufgebaut hatte und seine Erben ausgeschieden waren und so wurde die Firma nur noch von den Welsern weitergeführt. Die Firma wurde daraufhin umbenannt und hieß nun „Bartholomäus Welser und Gebrüder“ Diese Firma wurde wie der Name schon sagt von den Gebrüdern Welser geführt. Dies geschah um 1460. In der Firma hatte jeder der insgesamt 4 Brüder seine eigene Aufgabe. In den siebziger Jahren wird parallel zum sächsischen Bergbau auch noch eine Verbindung im Osthandel erkennbar. Anton Welser schloss sich mit seinem Schwager Vöhlin zu einem neuen Unternehmen zusammen dem auch zahlreiche Teilhaber aus engerer Verwandtschaft angehörten. Die Geschäftsschwerpunkte dieser neu gegründeten Firma waren neben dem traditionellen Warenhandel auch zunehmend das Darlehens und Kreditgeschäft. 1505 beteiligte sich die Firma auch führend an der Indienfahrt. Dieses Unternehmen erreichte seine größte wirtschaftliche Bedeutung mit der Intensivierung der Darlehensgeschäfte, erste Kolonisationsversuche mit Venezuela und Wirtschaftsbeziehungen. Das Ende des Unternehmens war 1.07.1614. Sie verloren große Summen durch die Staatsbankrotte von Spanien und Frankreich. Auch ein Grund der dazu beigetragen hatte das die Welser pleite gingen war der Geschäftseinbruch durch die von Karl dem 2. übernommenem Pfefferkontakt. Konkurs gingen die Welser aber erst durch geschäftlicher Fehlentscheidungen von Matthäus der als Reichspfennigmeister dem Kaiser große Geldmengen über die Gesellschaft beschaffte und dabei zunehmend deren finanziellen Möglichkeiten überspannte.



Kommen wir nun zum zweiten Punkt mit was und wo haben die Welser gehandelt?

Beginnen wir mit dem Venezuela unternehmen. Kaiser Karl der 5. überließ 1528 die Nutzung Venezuelas der Welser Familie als eine art Pfand für Kredite die er bekommen hatte aber nicht zurückzahlen konnte. Weiter gab es auch einen Vertrag über die Nutzung von Venezuela. Die Welser waren dazu verpflichtet drei neue Siedlungen zu gründen und dafür je 300 euröpäische Siedler zu werben. Auch durften die Welser waren Zollfrei in das Land einführen die zum täglichen Bedarf gehörten. In folge dessen entwickelte sich ein reger Handelsverkehr zwischen Europa und Südamerika der mehr und mehr Konolisten nach Venezuela brachte. Die schnelle Besiedlung Venezuelas erhöhte auch die nachfrage nach Gütern aus Europa welche die Welser gewinnbringend liefern konnten auch mit Pferden und Tierhandel erwirtschafteten die Welser hohe gewinne. Die Welser ließen auch Expeditionen durchführen. Sie suchten das so genannte el Dorado von dem sagenumworbenden Goldland. Die ersten Expeditionen verliefen ohne Zwischenfälle da man durch ein Gebiet von friedlichen Indianerstämmen zog. In weiteren Vorstößen in Landesinnere endeten öfters in einem Fiasko. Ein Goldland wurde nie gefunden meistens wurde das Gold geklaut. Viele Indianer die bei den Entdeckungszügen gefangen geworden waren wurden als Sklaven nach Europa verschifft um sie dort zu verkaufen oder sie auf den Zuckerrohrplantagen arbeiten zu lassen. Trotz dieser Tatsachen entwickelt sich das Venezuela Geschäft rasch zu einem Verlust Geschäft. Nach 17 Jahren wurden dann auch noch 2 Stadthalter der Welser umgebracht und einige. Diese Faktoren führten dann dazu das Venezuela wieder unter die Obhut von Spanien fiel. Auch beteiligten sich die Welser schon Mitte des 15. Jahrhunderts an Bergwerken in Tirol, Kärnten, Ungarn, Schlesien, und schließlich auch in Spanien und England. Die Einkünfte dieser Bergwerke wurden von den Welsen als Pfand für das geliehene Geld an die Fürstentümer angenommen. So entwickelten sie sozusagen den Übergang vom Waren zum Geldhandel mit. Auch wurden die Welser zu Geldgeber von verschiedenen Kaisern. Diese Tatsache war auch ausschlaggebend dafür das die Welser und andere große Handelshäuser immer mehr Einfluss auf die Politischen Entscheidungen hatten. Der Ansturm auf die Südostasiatischen Gewürzlätze wuchs auch das Interesse der Welser an der Beteiligung an dem Handel. Als erstes mussten sie jedoch die Freigabe von dem Portugiesischen König bekommen um mit Schiffen in See stechen zu könne. Doch am Anfang hatte der König ihnen dieses Untenehmen untersagt bis er plötzlich einige Monate später 1508 mit einem überraschenden Wandel seiner Wirtschaftspolitik denn Welsern doch erlaubte mit sich an der Flotte mit 3 Schiffen zu beteiligen. Das Handelsnetz der Welser war weit gestrickt. Sie machten unter anderem Geschäfte mit Antwerpen, Lyon, Madrid, Sevilla, Lissabon, Venedig und Rom sowie Santo Domingo. Doch nicht nur in Europa hatten die Welser Geschäftspartner sie hatten auch in Südamerika wie oben gehört Verbindungen. Eigentlich haben die Welser+

mit allem gehandelt was in der zeit zur Verfügung stand z.B. See- Kredit- Baumwoll- Gewürz- Perlen- Gold- und Bergbauhandel.



Als letztes möchte ich noch etwas über die Verbindung zur Renaissance erzählen. Die Verbindung besteht darin das jetzt nicht mehr die Städte und Bünde große Reichtümer anhäuften sondern nun Einzellpersonen erfolgreich gehandelt haben. Mann könnte auch von der Geburtsstunde des Kapitalismussprechens. Jetzt waren es nicht die Kaufleute die mit selbst erzeugten Waren Geld verdienten. Nun wurde die Welt von Handelsleuten beherrscht die Geld auch für Geschäftliche Interessen arbeiten ließen. Jetzt gaben erfolgreiche Handelsleute den Königen oder Fürsten Geldlehen und nicht andersherum. Sie machten jetzt Geschäfte mit anderen Ländern und schauten über die Landesgrenzen hinaus. Es wurden neue Kolonisationen erschaffen wie in Venezuela. Dieses neue denken war typisch für die Renaissance und war fast das komplette Gegenteil zum Mittelalter.