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Was ist Kommunikation?
45. PhyTA / 4. AIK Deutsch I
11.01.2000
Name:
Lehrgang:
Punkte: / 25
Note:
___________________________________________________________________________
Bei den Multiple-Choice Aufgaben Nr. 1 - 5 sind jeweils mindestens eine
und höchstens drei Antworten richtig. Wird keine Lösung angekreuzt
oder werden mehr als drei Lösungen angekreuzt, wird die Aufgabe mit
0 Punkten bewertet.
Lösungen:
Aufgabe Richtig ist / sind
1 -> c
2 -> b
3 -> d
4 -> a, c, d
5 -> b, d
Aufgabe 1
Man unterscheidet verschiedene Ebenen der Sprache. Welche Aussagen
dazu sind richtig?
a) Die Sprachwissenschaftler unterscheiden 3 klar voneinander abgegrenzte
Sprachebenen, denen man sprachliche Äußerungen immer eindeutig
zuordnen kann.
b) Die Hochsprache ist sowohl bei der mündlichen als auch bei
der schriftlichen Kommunikation die Sprachebene, die am häufigsten
benutzt wird.
c) Die Umgangssprache kann in sehr unterschiedlichen Formen auftreten,
wobei das Alter, soziale Schicht, Bildung und viel andere Kriterien Einfluß
auf die Sprachverwendung haben.
d) Dialekte finden sich nur in mündlicher Kommunikation, in schriftlichen
Texten treten sie nicht auf.
e) Die Verwendung einer Fachsprache ist auf eine bestimmte Gruppe beschränkt,
man spricht hier deshalb auch von einem "Gruppenjargon".
Aufgabe 2
Welche Aussagen zu Sprechakten sind richtig?
a) Sprechakte sind Handlungen (z.B. Gestik und Mimik), die gleichzeitig
mit sprachlichen Äußerungen durchgeführt werden.
b) Die Kennzeichnung eines Sprechaktes bezieht sich in der Regel auf
die Funktion einer sprachlichen Äußerung.
c) Ein Sprechakt ist zum Beispiel "sich bedanken", während "bitten"
kein Sprechakt ist.
d) Sprechakte kommen nur sehr selten vor, da man sich beim Sprechen
normalerweise auf die Sprache selbst konzentriert.
e) Die Bezeichnung "Sprechakt" bezieht sich auf die Wahl einer bestimmten
Satzart, mit der Information weitergegeben wird.
Aufgabe 3
Der Psychologe Bühler hat vor einigen Jahrzehnten ein Modell der
Sprachfunktionen entwickelt, das in vielen Bereichen bis heute anwendbar
ist. Welche Aussagen dazu sind richtig?
a) Nach Bühler haben sprachliche Äußerungen immer nur
eine einzige Funktion.
b) Bühler unterscheidet die Funktionen Ausdruck, Appell und Selbstdarstellung.
c) Unter der Ausdrucksfunktion versteht er, daß mit Sprache über
Sachverhalte geredet werden kann, die Sprecher und Hörer nicht direkt
betreffen.
d) Bei Werbetexten steht in der Regel die Appellfunktion der Sprache
im Vordergrund.
e) Den Sprachfunktionen lassen sich bestimmte Satzarten fest zuordnen,
so wird die Appellfunktion z. B. immer durch Befehlssätze realisiert.
Aufgabe 4
Welche Aussagen zu "Redekonstellation" sind richtig?
a) Als Redekonstellation bezeichnet man die Faktoren, die das Sprachverhalten
beeinflussen, z. B. die psychische Verfassung und die Absicht(en) des Sprechers.
b) Die meisten Menschen geben Sachverhalte - unabhängig von der
jeweiligen Redekonstellation - immer in der gleichen sprachlichen Form
wieder.
c) Neben den bewußten Absichten können auch un(ter)bewußte
Nebenabsichten des Sprachverhalten beeinflussen.
d) Die Redekonstellation kann z. B. Einfluß auf die benutzte
Sprachebene, auf Wortwahl und Korrektheit der Syntax haben.
e) Es läßt sich als Zeichen hoher Sprachkompetenz ansehen,
wenn ein Sprecher sich von der jeweiligen Rekonstellation nicht beeinflussen
läßt.
Aufgabe 5
Welche Aussagen zum Thema "Sprache und Computer" sind richtig?
a) In den 60er Jahren entwickelte J. Weizenbaum das Programm ELIZA,
das schon sehr große Fähigkeiten im Bereich "Wortverständnis"
hatte, wenn es auch noch sehr viele grammatikalische Fehler machte.
b) Als Hauptproblem der alltagssprachlichen Kommunikation mit Computern
gilt heute, daß Menschen beim Kommunizieren eine große Menge
an sog. "Weltwissen" voraussetzen, das nicht vollständig auf ein Computerprogramm
übertragen werden kann.
c) Beim sog. "Turing-Test" läßt man zwei verschiedene Computerprogramme
miteinander "kommunizieren" und überprüft dann, welche Programme
an "menschenähnlichsten" reagiert haben.
d) Weizenbaums Programm ELIZA war zwar, gemessen am heutigen technischen
Standard, recht einfach; dennoch gelang es häufig;, menschlichen Gesprächspartnern
die Illusion einer wirklichen Unterhaltung mit einem vernunftbegabten Wesen
zu suggerieren.
e) ELIZA wurde auf Betreiben Weizenbaums erfolgreich bei der Behandlung
psychischer Störungen (z. B. Depressionen) eingesetzt.
Marcus Vukitsevits
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