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Der Lügner von Carlo Goldoni
Der Autor:
Carlo Goldoni, (1707-1793), italienischer Dramatiker. Er gilt als Begründer
der modernen Komödie innerhalb der italienischen Literatur. Goldoni wurde
am 25. Februar 1707 in Venedig geboren und schloss sich bereits mit 14 Jahren
einer reisenden Schauspielertruppe an. Später studierte er Philosophie
und Jura an der Universität von Padua. 1731 ließ er sich als Advokat
in seiner Heimatstadt Venedig nieder und arbeitete zwischen 1744 und 1748 als
Anwalt in Pisa. Gleichzeitig begann er, Dramen zu verfassen. Da zu seiner Zeit
die Tragödie als einzige seriöse Dramenform galt, wandte er sich zunächst
dieser Gattung zu. Nach der erfolgreichen Aufführung seines Stücks
Belisario (1734) entwickelte Goldoni die Idee, die italienische Komödie
zu reformieren, indem er die für die Commedia dell’arte typischen
Masken sowie deren starre Typenvorgaben und improvisierten Späße
von der Bühne verbannte. Stattdessen begann Goldoni, Komödien nach
dem Vorbild des französischen Dramatikers Molière zu inszenieren,
die er den italienischen Gegebenheiten anzupassen suchte. Zur Verteidigung seiner
Reformbestrebungen verfasste Goldoni 1751 das Drama Il teatro comico (Das Theater.
Ein komisches Stück), die erste Komödie der von ihm so genannten Gattung
der Commedia del carattere. Zwischen 1738 und 1763 schrieb Goldoni etwa 150
Komödien in Alltagssprache und venezianischer Mundart, darunter La Locandiera
(1753; Mirandolina, auch: Die Gastwirtin), und das Intrigenstück Il ventaglio
(1765; Der Fächer). Von 1748 bis 1753 war er Bühnenautor für
das Teatro Sant’Angelo, daraufhin dann bis 1756 für das Teatro
San Luca in Venedig. Nachdem er von dem ihn nachahmenden Lustspieldichter Pietro
Chiari und der Accademia dei Granelleschi hart attackiert worden war, verließ
er die Stadt Richtung Parma und Rom, kehrte aber 1759 zurück. 1761 verließ
Goldoni Venedig, um den Anfeindungen der am traditionellen Masken- und Märchenspiel
orientierten Dramatiker wie Carlo Graf Gozzi zu entgehen und das italienische
Theater in Paris zu leiten. Anlässlich der Heirat des späteren Königs
Ludwig XVI. mit Marie Antoinette verfasste er 1770 in französischer Sprache
die Komödie Le bourru bienfaisant (Der gutherzige Polterer) und schrieb
unter dem Titel Mémoires pour servir à l’histoire de
sa vie et celle de son théâtre (1787; Geschichte meines Lebens)
in Versailles seine Lebenserinnerungen nieder. Nachdem die 1787 ihm vom König
zuerkannten Pensionszahlungen zu Beginn der Französischen Revolution wieder
gestrichen wurden, starb Goldoni am 6. Februar 1793 verarmt in Paris.
Personencharakteristik:Lelio und sein Diener Arleccino:Lelio lügt, was
das Zeug hält, ohne Rücksicht auf Verluste. Bei Lelio muss immer alles
nach seinen Vorstellungen verlaufen und wenn ihm etwas nicht passt, dann bekommt
er das mit ein paar Lügen wieder in den Griff.Arleccino, sein treuer Diener,
sieht in seinem Herrn ein Vorbild und versucht ihm manchmal das Lügen nachzumachen.
Doch so gut gelingt es ihm nicht immer.Florindo und sein treuer Freund und Diener
Brighella:Florindo ist ein schüchterner junger Bursche, der bei Signor
Dottore Medizin studiert. Dabei hat er sich in Signora Rosaura, die Tochter
Dottores, verliebt und will ihr seine Liebe gestehen, jedoch ohne dass sie erfährt,
wer er ist.Brighella versucht Florindo immer wieder zu helfen zu seinem Glück,
zu kommen und gibt ihm gute Ratschläge.Rosaura und Beatrice:Rosaura und
Beatrice sind die beiden Töchter des Dottore Balanzoni. Rosaura wird von
einem „heimlichen“ Verehrer umgarnt, und Beatrice ist die
Geliebte von Ottavio.Ottavio:Ottavio, ein Ehrenmann aus Padua, ist verliebt
in Beatrice. Jedoch ist er ein bisschen zu leichtgläubig und fällt
auf Lelios Lügen herein. Dies bringt ihn fast um seine Liebe zu Beatrice.Dottore
Balazoni:Vater von Rosaura und Beatrice und Freund des Pantalone, mit dem er
auch gerne verwandt sein würde.Signor Pantalone Bisognosi:Vater des Lelio,
welchen er als kleinen Knaben zu seinem Bruder geschickt hat. Pantalone will
ihn mit Rosaura verheiraten.Columbina:Kammerzofe von Rosaura und Beatrice.
Die Geschichte:Lelio kommt nach zwanzig Jahren wieder in seine geliebte Heimatstadt
Venedig. Wie es der Zufall will, lässt Florindo gerade ein Ständchen
für Rosaura spielen, ohne zu sagen, von wem es ist. Und da Lelio gerade
in Fabulierlaune ist, erzählt er den Damen, das Ständchen sei von
ihm und er wäre in eine der beiden Damen verliebt. Rosaura und Beatrice
scheinen erfreut zu sein, dass Lelio in eine von ihnen verliebt sei, da er recht
reich wirkt.Lelio, der sich über seine gelungene Lüge freut, trifft
daraufhin Ottavio, welchem er eine noch größere Lüge auftischt,
nämlich, dass er mit Rosaura und Beatrice zu Abend gegessen hätte,
obwohl ihr Vater nicht zu Hause war.Ottavio, welcher in Beatrice verliebt ist,
erzählt ihrem Vater empört über das Abendessen und meint, er
würde Beatrice nicht heiraten wollen. Dottore Balanzoni, entsetzt über
das angebliche Abendessen, will Rosaura nun so schnell wie möglich vermählen.
Lelio, welcher beschlossen hat, Rosaura zu heiraten, sucht nun seinen Vater
auf, der ihm freudig mitteilt, dass er schon einem braven Mädchen zugedacht
sei. Was Lelio aber nicht wissen kann: das brave Mädchen ist Rosaura.Außer
sich über den Entschluss des Vaters erzählt Lelio ihm, dass er schon
verheiratet sei und seine Frau schwanger ist. Inzwischen denken Dottore, Rosaura,
Beatrice und Columbina, Ottavio sei der Lügner und sind sehr verärgert.
Am Schluss jedoch klärt Lelio seine Lügengeschichte auf, und es kommt
doch noch zu einem Happy End.Rosaura reicht Florindo die Hand und Beatrice heiratet
Ottavio. Der Lügner jedoch grämt sich und reist wieder aus Venedig
ab.Meine Meinung:Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist eine lustige Geschichte,
die einen gleichzeitig auch lehrt, dass Lügen schlechte Folgen haben.
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