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Brecht - Der gute Mensch von Sezuan

Der Autor: Bertolt Brecht (1898-1956)


10.2.1898 Bertolt wird in Augsburg als Sohn eines Fabrikdirektors geboren. 1917 : Abitur. Danach studiert er Philosophie und fängt ein Medizinstudium in München an. Kurz darauf wird er eingezogen und dient als Mitglied des Augsburger Soldatenkreises. 1919-1923 : Brecht schliesst sein Studium ab und wird Dramaturg und Regisseur in München. Er ist erbitterter Kriegsgegner und schreibt auch entsprechende Stücke1928 heiratet er Helene Weigel.1933 flieht Brecht auf Grund seiner politischen Ansichten vor dem Naziregime in die USA 1947 kehrt er nach Europa (Schweiz) zurück 1948 übersiedelt er nach Ostberlin. 1949 gründet er hier mit seiner Frau das Berliner Esemble (Experimentierbühne). Mit seinen Inszenierungen gelangt er zu Weltruhm.14.8.1956 Brecht stirbt in Berlin


DER GUTE MENSCH VON SEZUAN (1942)Im Mittelpunkt des Buches steht die Frage:„Ist es möglich, auf dieser Welt ein guter Mensch zu sein“ ?Shen Te, eine arme Prostituierte, muss sich diese Frage stellen, als sie merkt, dass Ihre Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft hochgradig ausgenutzt werden und sie beginnt einzusehen, dass man ein gewisses Mass an Egoismus and den Tag legen muss, wenn man nicht selbst verhungern oder auf der Strasse landen will.InhaltsangabeIm
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Städtchen Sezuan treffen drei Götter ein, die die Existenz der göttlichen Gebote zu rechtfertigen versuchen. Sie suchen nach einem guten Menschen, der nach diesen Geboten lebt. Bereits auf der Suche nach einem Nachtquartier merken sie jedoch, dass dies nicht leicht wird - lediglich die Prostituierte Shen Te nimmt sie auf. Aus diesem Grund muss sie jedoch einem Freier absagen und kann folglich ihre Miete nicht zahlen. Die Götter schenken Shen Te zum Abschied Geld , um ihre Dankbarkeit zu zeigen. Shen Te investiert das Geld in einen Tabakladen. Noch ehe das Geschäft aufzublühen vermag, stürzt es Shen Te auch schon wieder in den Ruin, da sie ihr Geld verleiht und alte Bekannte und Bedürftige bei sich aufnimmt. So greift Shen Te schließlich zu einer List. Sie maskiert sich und spielt einen Mann, der ihren imaginären Vetter Shui Ta darstellen soll, der das Geschäft übernimmt. Durch seine Härte und Verschlagenheit erhält Shen Te's „zweites ich“ den Tabakladen am Leben. Erst als die Hausbesitzerin die Halbjahresmiete im Voraus verlangt, sieht Shen Te keine Rettung aus der finanziellen Misere.Durch Zufall lernt sie einen mittel- und arbeitslosen Flieger namens Sun kennen, der gerade dabei ist, sich das Leben zu nehmen. Shen Te bewahrt ihn vor dem Tode und gibt ihm wieder Hoffnung. Ein Teppichhändler leiht Shen Te 200 Silberdollar für die Miete. Doch Shen Te gibt sie ihrem Geliebten Sun, der sich mit 500 Dollar einen Arbeitsplatz als Flieger erkaufen könnte. Sun verspricht ihr, mit ihr nach Peking zu reisen und sie zu heiraten. Hierzu fehlen jedoch noch 300 Silberdollar. Shen Te tritt wieder als Shui Ta auf, denn, um an das Geld zu kommen, will sie - bzw er - den Laden verkaufen. Als Shui Ta mit Sun, dem Fliger, redet, gibt dieser zu, dass er, sobald er das Geld erhalten habe, ohne die unvernünftige Shen Te nach Peking reisen werde. Trotz dieser Aussage, die Shen Te als nicht ernstzunehmende typisch männliche Prahlerei abtut, glaubt sie noch immer an Suns Liebe. Schliesslich erwartet sie ein Kind von ihm, was er jedoch noch nicht weiß. Erst bei den Vorbereitungen zur Hochzeit erkennt sie seinen schlechten Charakter und läßt die Hochzeit platzen. Die 200 Silberdollar erhält sie von Sun auch nicht zurück. Um das geliehene Geld an den Teppichhändler zurückzahlen zu können, bleibt wieder einmal nur die Möglichkeit, den Laden zu verkaufen. Also muss Shui Ta einspringen. Durch eine listige Aktion des verkleideten Vetters Shui Ta wird auch diesmal der Verkauf verhindert und Shui Ta wird zum Leiter einer Tabakfabrik. In dieser Position gibt Shui Ta dem verhinderten Flieger Sun die Möglichkeit, die von ihm erschlichenen 200 Silberdollar abzuarbeiten. Somit können nun endlich die 200 Silberdollar an den Teppichhändler zurückgezahlt werden, der aber durch die verspätete Rückzahlung seine Existenz verloren hat. Was ursprünglich nur eine Notlösung war, nämlich die Umwandlung von der gütigen, hilfsbereiten Shen Te zum harten Shui Ta, der auch bereit ist, seine Ellenbogen zu benützen, wird nun zum Dauerzustand: Shen Te tritt immer mehr in den Hintergrund, bis sie verschwunden ist. Inzwischen ist ihre Persönlichkeit total gespalten. Es tauchen Gerüchte auf, dass Shui Ta seine ,,Cousine" ermordet haben soll. ,,Er" muß vor Gericht, wo die 3 Götter als Richter fungieren... kann Shen Te ihre Verwandlungen in Shui Ta rechtfertigen? Wie gut kann ein Mensch sein, ohne ausgenutzt zu werden?