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Der Koreakrieg
Am 25. Juni 1950 um 4.00 Uhr begann in Korea ein Krieg, der die Welt
an den Rand eines Atomkrieges bringen sollte. Nordkoreanische Truppen überschritten
in Kaesong und in anderen Regionen die Grenze zu Südkorea. Doch wie
konnte es dazu kommen, daß die Nordkoreaner sich von den Amerikanern
unbemerkt eine so große Streitmacht aufbauen konnten und sie dann
an der Grenze stationieren konnten? Die Voraussetzung dafür war eine
Konspiration mit der UdSSR und der VR China.
1.) Die Vorbereitungen der Kommunisten
Korea war seit 1910 unter Japanischer
Okkupation. Erst 1945 begannen sovietische Truppen Korea zu "befreien".
Gegen Ende des 2 WK kontrollierten
sie bereits ganz Nordkorea, bis zur Demarkationslinie entlang des 38. Breitengrades.
Südkorea wurde etwas später von der amerikanischen Armee befreit.
Die Demarkationslinie galt als vorübergehende Trennlinie, die sobald
als möglich abgeschafft werden sollte um Korea zu vereinigen. Als
jedoch die Amerikaner freie Wahlen organisieren wollten, protestierten
die Soviets dagegen. So fanden die Wahlen nur in Südkorea statt, wo
Li Syng-Man diese gewann. Daraufhin wurde nördlich des 38. Breitengrades
die Demokratische Volksrepublik Korea gegründet. Zum Premierminister
wurde der Kommunist Kim Ir Sen ernannt.
1949 erklärten die Soviets den
Abzug ihrer Truppen aus Nordkorea, was ½ Jahr später auch die
USA machten. Südkorea wurde von den Amerikanern mit einer kleinen,
schlecht ausgerüsteten und ausgebildeten Armee zurückgelassen,
die der nordkoreanischen Armee hoffnungslos unterlegen war. Die USA erklärten
sogar sie würden an der zukünftigen Entwicklung Koreas kein Interesse
haben, und daß sie Li Syng-Man keine militärische Unterstützung
zusichern würden.
Das erste Treffen zwischen Stalin und
Kim Ir Sen fand im März 1949 statt. Kim Ir Sen informierte Stalin
über seine Pläne, Korea unter einer kommunistischen Regierung
zu vereinigen. Stalin unterstütze ihn zwar, verweigerte jedoch direkte
militärische Hilfe der Sovietunion, da er befürchtete das es
zu einem Weltkrieg zwischen den Supermächten UdSSR und USA kommen
würde. Er schlug vor, daß die Nordkoreaner von den Chinesen
direkte Unterstützung erhielten. Er wollte damit erreichen das China
vom Westen isoliert wird und so von Moskau abhängig wird. Stalin beschloß
auch die Nordkoreanische Armee mit sovietischem Material und Know-how aufzurüsten.
Mao Tse Tung wollte Anfangs nichts
mit dem Koreakonflikt zu tun haben. Auch er fürchtete eine Konfrontation
mit den USA. Nun begann Kim Ir Sen falsche Nachrichten über Vorbereitungen
Südkoreas für einen Angriff auf Nordkorea an seine Verbündeten
zu schicken. Diese Propaganda war so geschickt das selbst der sovietische
Botschafter in Pjöngjang Alarmbotschaften nach Moskau schickten. Doch
Stalin und Mao wußten, das die südkoreanische Armee nicht für
eine Invasion geeignet war.
Erst 1950 begann sich die Situation
zugunsten Kim Ir Sen´s zu entwickeln. Die Berlinkrise und andere
Vorfälle in Europa haben die Aufmerksamkeit der Amerikaner von der
Situation in Korea abgelenkt. Stalins Hilfe für die VR Korea verstärkte
sich und er forderte von Mao Tse Tung, daß er Kim Ir Sen direkt mit
seinen Truppen unterstützt. Aber vorerst mußte die Nordkoreanische
Armee den Militärschlag ohne die Chinesen durchführen. Am 1.
Juni 1950 waren die letzten Vorbereitungen für die Invasion getroffen.
Der Plan sah vor, daß 70.000 Mann, unterstützt durch 70 T-34
Panzer, schwere Artillerie und Sturmflugzeuge innerhalb von 22 - 27 Tagen
die gegnerische Regierung zur Kapitulation zwingen.
2.) Die Amerikaner greifen ein
Die Mobilisierung von 70.000 Mann,
das Ausrüsten der Soldaten und die Aufstellung der Streitmacht auf
der Grenze dauerte mindestens einen Monat. Wie konnte das den amerikanischen
und südkoreanischen Beobachtern entgehen? Nun, die damals entstandene
CIA hatte wichtigere Probleme als die Überwachung des fernen Ostens
(z.b. die Berlinkrisen), und so existierte dort kein fähiges Spionagenetz.
Nach Informationen der CIA hatte die VR Korea eine 36.000 Mann starke Armee.
Doch in Wirklichkeit war diese Armee 136.000 Mann stark. Sie war bestens
ausgerüstet (150 T - 34 Panzer, schwere Artillerie, Jak und Il - 10
Flugzeuge und sovietische MiG - 15) und ausgebildet. Südkorea konnte
dem nur 65.000 schlecht ausgebildete und ausgerüstete Soldaten entgegenstellen,
die keine Luft- oder Artillerieunterstützung hatten.
Aber auch General Douglas MacArthur,
der Befehlshaber der Besatzungstruppen in Japan, war für die Desinformation
der Amerikaner verantwortlich. Er hielt bewußt Berichte über
Vorbereitungen der Nordkoreaner für einen Angriff zurück, denn
er verfolgte ein hochgestecktes Ziel: Er wollte Präsident der USA
werden. Douglas MacArthur war einer der erfolgreichsten Männer in
der Geschichte der amerikanischen Armee. Im ersten Weltkrieg war er Stabschef
und später Befehlshaber der 42. Infanteriedivision in Frankreich.
Im 2 WK wurde er Befehlshaber der alliierten Streitmacht im Südwestlichen
Pazifik, dann im gesamten Fernen Osten. Er wollte, daß es zu einem
Konflikt USA - Kommunisten kommen würde, bei dem er natürlich
Befehlshaber der amerikanischen Truppen wäre. Ein Sieg gegen die Kommunisten
wäre sein "Fahrschein" ins Weiße Haus gewesen.
Auch Stalin wollte die USA täuschen.
Als im Sicherheitsrat der UNO gerade die Koreakrise am Plan stand fehlte
gerade der Sovietische Vertreter. Der Grund dafür: da man für
die Bewilligung eines Militärschlages gegen Nordkorea die Beteiligung
aller 5 Mitgliedsstaaten (China(Taiwan), Frankreich, USA, Großbritannien
und UdSSR) und zwei weiterer Staaten an der Sitzung brauchte, dachte Stalin
eine solche Bewilligung würde nicht zustande kommen wenn der sovietische
Vertreter fehlte. Aber laut der UN - Charta konnte man bei Fehlen eines
der Mitglieder dieses mit einem Nicht - Mitgliedsstaat ersetzen. So bekamen
die USA die Erlaubnis gegen Nordkorea einen Krieg zu führen.
MacArthur, der mittlerweile CINCFE
(Commander in Chief, Far East) und Befehlshaber der UNO - Truppen in Korea
geworden war, verharmloste die Situation bewußt, um die politische
Glaubwürdigkeit des US - Präsidenten zu schwächen und um
die Politiker von Korea fernzuhalten, damit sie keine diplomatische Lösung
des Konflikts erreichen konnten.
3.) US - Truppen in Korea
Am 28. Juni wurde Seoul von den Kommunisten
erobert, bis zum 30. Juni kontrollierten sie die Gebiete nördlich
des Han. Erst jetzt willigte der US - Präsident Harry Truman der Entsendung
von US - Truppen nach Korea ein. Er wollte eine "Polizeiaktion", vor allem
mit der Luftwaffe und der Marine, durchführen. Doch da die einzigen
verfügbaren Flugzeuge die strategischen B-29 Bomber waren, die nicht
für das Bombardement von Truppen geeignet waren, war diese Aktion
zum Scheitern bestimmt. Denn die einzige Möglichkeit die nordkoreanischen
Truppen zu stoppen war der Einsatz von Bodentruppen, unterstützt durch
taktische Bomber und Sturmflugzeuge. Am 30. Juni wurde die 24. Infanteriedivision
nach Korea entsandt. Der erste Kampf zwischen den Nordkoreanern und den
USA, im Gebiet Osan, 50 km südlich von Seoul, endete mit einer Niederlage
der Amerikaner. Die US - Truppen hatten keine schwere Bewaffnung, nur 20%
waren Kampferprobt und außerdem sind in den ersten Tagen der Konfrontation
viele Offiziere gestorben. Das machte die US - Truppen zu einem leichten
Gegner für die Nordkoreaner. Die Amerikaner wurden schnell in die
Region Pusan zurückgeschlagen, wo sie sich verbissen verteidigten.
Die Situation schien hoffnungslos. Man konnte zwar dank der B-29 Bomber
die meisten Produktionseinrichtungen in der VR Korea vernichten, aber militärisch
gesehen waren die Kommunisten den Amerikanern überlegen. Das sollte
erst MacArthurs gewagter Plan einer Invasion in Inch´on ändern.
4.) MacArthur schlägt zurück
Der Plan des Generals sah vor, daß
die US - Truppen in Inch´on an Land gehen, dank des Überraschungseffektes
schnell die Nordkoreanischen Linien durchbrechen und dann Seoul einnehmen.
Die Nordkoreanischen Truppen würden ihren Hauptversorgungsweg verlieren
und so könnten die US - Truppen aus Pusan ausbrechen und dann zusammen
mit den Inch´on - Truppen die Nordkoreaner vernichten. Der Plan war
perfekt, doch er schockierte die US - Regierung. Denn Inch´on war
für eine Invasion ungeeignet. Der Wasserweg zum Hafen in Inch´on
war voll von Riffen und Minen, bei Ebbe ging das Wasser um 4 Kilometer
zurück was ein Absetzten der Truppen an Land unmöglich machte.
Alle Soldaten und die Ausrüstung müßten innerhalb von 2
½ Stunden ausgeladen werden. Und die Küste war mit 4 Meter
hohen Betonmauern befestigt. Die Chance daß dort schwere Ausrüstung
ausgeladen werden konnte war sehr gering. Aus Washington kamen Vertreter
des Präsidenten, die MacArthur von der Durchführung der Aktion
abraten sollten. Doch MacArthur meinte der Feind würde mit einer Invasion
an einer Stelle wie dem Hafen von Inch´on nicht zählen, und
deswegen wären dort die Erfolgschancen am größten. Schließlich
stimmte der Präsident dem Plan zu. Die Aktion trug den Codenamen "Chromite".
4 Kreuzer und einige Zerstörer begannen bereits einige Tage vor der
Invasion mit einer intensiven Bombardierung der Feindstellungen in Inch´on,
unterstützt von Flugzeugen der Navy. Am 14. September erreichten 261
amerikanische, britische, kanadische, französische, australische und
neuseeländische Schiffe Inch´on. Die Aktion wurde perfekt ausgeführt:
um 6.00 Uhr morgens eroberten die Marines Wolmi Do, eine Insel am Hafeneingang.
Der Überraschungseffekt war so groß, das die Eroberung Inch´ons
keinerlei Probleme verursachte. Die kurzen Gefechte waren bis zum Sonnenaufgang
beendet und Inch´on war in amerikanischen Händen. Am nächsten
Tag machten sich die Truppen in Richtung Seoul auf, um sich unterwegs an
die Truppen aus der Pusan - Region anzuschließen. Am 16. September
haben die Marines Kimpo, den größten Flughafen des Landes, 13
km östlich von Seoul, erobert. Die Kämpfe in Seoul dauerten zehn
Tage. Schließlich wurde die Hauptstadt am 26. September erobert.
Bilanz: Die UN - Truppen hatten 536 Tote und 2.550 Verletzte zu beklagen,
die Nordkoreaner haben insgesamt 175.000 Mann verloren (davon 50.000 gestorben).
Damit war die Nordkoreanische Armee praktisch zerstört und der Eroberung
Nordkoreas stand nichts mehr im Wege. Doch ein Einmarsch der US - Truppen
in die VR Korea könnte die UdSSR und die VR China in den Krieg verwickelt
haben, und das wollte weder die UNO noch Truman. MacArthur wollte Korea
vereinigen und eine antikommunistische Regierung bilden. Erst nach langen
Überlegungen gestattete der US - Präsident eine Invasion in Nordkorea.
Doch seine Antwort war zurückhaltend, er gab MacArthur die Verantwortung
für die Konsequenzen. Also schickte dieser vorerst nur südkoreanische
Truppen nach Nordkorea, weil diese nicht so viel internationale Bedeutung
hatten wie die UN - Truppen. Am 30 September überschritten die ersten
Südkoreanischen Soldaten den 38. Breitengrad und erreichten schnell
Wonsan, ohne größeren Widerstand anzutreffen. Erst am 7. Oktober
bekamen auch die UN - Truppen die Erlaubnis, die Grenze zu überschreiten.
Am 8. Oktober waren bereits die ersten amerikanischen Soldaten in der VR
Korea. Doch das löste die befürchtete Reaktion der Chinesen aus.
5.) Chinesische Truppen in Korea
Schon am 30. September hat der Chinesische
Außenminister erklärt daß die amerikanische Invasion auf
Nordkorea eine ernste Bedrohung für China darstellte, und daß
die Chinesen nicht tatenlos zusehen würden. In dieser Situation beschloß
Truman sich mit MacArthur auf Wake Island zu treffen. MacArthur, der sich
oft Befehlen aus Washington widersetzt hatte und der mittlerweile zu einem
Volkshelden geworden war, traf sich mit Truman als wäre er ihm gleichgestellt.
Die Gespräche hatten so gut wie keine Ergebnisse. Der General unterschätzte
die Chinesen, er schätze sie könnten 50.000 Mann nach Korea schicken,
doch es waren 300.000 Mann die über den Grenzfluß Yalu verfrachtet
wurden. Am 20. Oktober wurde Pjöngjang von den Amerikanern erobert,
am 26. Oktober erreichten die ersten südkoreanischen Einheiten den
Yalu. Bei den ersten Zusammenstößen zwischen US- und chinesischen
Truppen waren die Amerikaner hoffnungslos unterlegen. Die Chinesen wendeten
eine Partisanentaktik an: sie bewegten sich nur bei Nacht, hinterließen
keine Spuren und ihre Angriffe waren nur sehr kurz. Das machte es für
die Amerikaner unmöglich den chinesischen Truppen ernsthafte Schäden
zuzufügen. US - Politiker glaubten daß Spione in eigenen Reihen
alle Pläne der US Armee an die Soviets und an die Chinesen verrieten.
Doch erst im Mai 1951 wurden diese Spione teilweise gefaßt. Es waren
der in London tätige Harold "Kim" Philby, Guy Burgess, und Donald
Maclean.
MacArthur bereitete sich auf einen
Gegenangriff vor, der die Reste der nordkoreanischen und die chinesische
Armee eliminieren sollte. Nach anfänglichen Erfolgen wurden die auf
den Winter unvorbereiteten UN - Truppen bis an die Westküste in Hungnam
zurückgeschlagen, von wo aus sie unter dem Schutz der USS Missouri
evakuiert wurden.
Am 1. Januar 1951 begannen 400.000
chinesische und 100.000 nordkoreanische Soldaten eine Offensive, der die
200.000 UN - Soldaten nicht Standhalten konnten. Am 3. Januar wurde Seoul
evakuiert und eine Verteidigungslinie zwischen dem Gelben und dem Japanischen
Meer gebildet. Nach eintreffen von Verstärkung starteten die USA erneut
eine Gegenoffensive. Sie verzichteten auf die Eroberung Seouls, da die
Stadt vollkommen Zerstört war und kein militärisches Ziel darstellte.
Die Operation trug den Codenamen "Operation Ripper", mit dem Ziel Inch´on
und Kimpo zu erobern und den Gegnern soviel Schaden zuzufügen wie
nur möglich. Am 14. März 1951 wechselte Seoul erneut die Seite.
Am 20. März begann Truman nach einer diplomatischen Lösung zu
suchen. Doch MacArthur ließ sich das nicht gefallen. Er provozierte
die Chinesen mit beleidigenden Aussagen und drohte ihnen mit Sanktionen
die nur in seiner Phantasie existierten. Damit verhinderte er eine friedliche
Beendigung des Konflikts. Langsam stieg der Unwille in Washington und man
redete offen über eine Absetzung MacArthurs. Er befolgte die Befehle
des Präsidenten nicht und er konnte mit seinem Verhalten den 3. WK
auslösen. Seine Pläne sahen vor daß taiwanesische Truppen
China attackierten, und das er sie mit massiven Luftangriffen und Marines
- Einheiten unterstützt. Er verlangte eine Blockade der chinesischen
Häfen. Er gab später zu daß er 40 - 50 Atombomben auf chinesische
und sovietische Städte und Militäreinrichtungen abwerfen wollte
um die Kommunisten endgültig zu besiegen. Doch am 11. April wurde
er seiner Ämter enthoben und kehrte in die USA zurück, wo er
mit Begeisterung empfangen wurde. Doch die Begeisterung hielt nicht lange
an, und die Bevölkerung erkannte daß er einen Fehler gemacht
hatte, indem er sich dem US - Präsidenten widersetzt hatte.
-
Die Folgen des Koreakrieges
Im Juli 1951 stabilisierte sich die
Front am 38. Breitengrad. Am 25. Juni schlug der sovietische UNO - Vertreter
Friedensgespräche vor. Die Chinesen willigten ein. Die erste Gesprächsrunde
in Kaesong dauerte bis Ende August. Die Zweite begann im November in P´anmunjom.
Die Verhandlungen dauerten bis Ende 1952. Das Hauptproblem waren die Kriegsgefangenen.
Die Amerikaner meinten sie würden keinen der Häftlinge von der
Rückkehr nach Nordkorea abhalten. Doch die Kommunisten forderten das
alle (170.000) zurückkamen, was unmöglich war da laut Umfragen
ein Drittel nicht ans Zurückkehren dachte. Am 7. Mai 1952 kam es zu
einem Gefangenenaufstand. Die Aufständischen nahmen einen General
als Geisel und forderten Asyl für diejenigen, die im Süden bleiben
wollten. Die Amerikaner stimmten zu. Zwei Monate später kam es im
selben Lager zu einem weiteren Aufstand. Es kam zu kämpfen zwischen
Aufständischen und amerikanischen Soldaten, bei denen 1340 Gefangene
und ein amerikanischer Soldat starben.
Die Verhandlungen wurden am 19. Juli
1953 beendet. Die Hauptgründe für die Beendigung des Krieges
waren der Tod Stalins am 5. März 1953 und die Wahl von General Eisenhower
zum US - Präsidenten. Am 27. Juli wurde das Waffenstillstandsabkommen
von General William Harrison und General Nam Il unterschrieben.
Dieser Krieg war ein Krieg ohne Gewinner.
Die folgende Tabelle zeigt die Verluste aller beteiligten Armeen:
|
| Staat Tote
Verletzte Vermißte Gefangene |
| USA 54.246
103.284 760 5133 |
| Südkorea
415.000 429.000 460.000 |
| Nordkorea 520.000
(Tote und Verletzte) 170.000 |
| VR China 900.000
(Tote und Verletzte) |
| Großbritannien
5.017 (Tote und Verletzte) |
| Türkei
3.349 (Tote und Verletzte) |
| Australien
1.591 (Tote und Verletzte) |
| Kanada 1.396
(Tote und Verletzte) |
| Frankreich
1.135 (Tote und Verletzte) |
Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea
blieb annähernd gleich. Doch die USA erhöhten ihr Rüstungsbudget
erheblich. 1950 betrug es 17,7 Mrd. Dollar. 1953 war es bereits 50 Mrd.
Dollar hoch.
Sie sind auch härter den Kommunisten
gegenüber geworden. Aber die wichtigste Folge war die Beschleunigung
der Entwicklung der Wasserstoffbombe. Trotz der Proteste vieler Wissenschafter
und Politiker stimmte Truman dem Bau der H - Bombe schon 1950 zu. Jedoch
waren die finanziellen Mittel sehr bescheiden. Doch nach dem Ausbruch des
Krieges konnten riesige Geldsummen für die Bombe bereitgestellt werden.
Die erste Explosion der 30 Tonnen schweren Bombe "Mike" fand am 31. Oktober
1952 statt. Es schien als wären die Amerikaner der UdSSR nun um Jahrzehnte
voraus.
Aber auch die Soviets konnten bald
die erste H - Bombe entwickeln (wahrscheinlich im August 1953). Sie waren
sogar den Amerikanern überlegen, da sie Bomben hatten die man transportieren
konnte und keine 30 Tonnen schweren experimentellen Apparaturen.
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