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PYTHAGORAS
1. DENKWEISEN GROßER MATHEMATIKER: Ein Weg zur Geschichte Der MathematikAutor:
MESCHKOWSKI Herbert2. GESCHICHTE DER MATHEMATIKAutoren: KAISER - NÖBAUER3.
SCHÜLERDUDEN Die Mathematik 14. BROCKHAUS5. Neue ENZYKLOPÄDIE des WISSENS6.
DEM UNENDLICHEM AUF DER SPURAutor: MAOR Eli7. DAS UNENDLICHE Autor: TASCHNER Rudolf
Pythagoras von Samos:
Er war ein griechischer Philosoph und ist um 570 oder 580 v. Chr. in Samos geboren
- das genaue Geburtsdatum weiß man nicht so genau. Das liegt zum Teil
daran, dass man kaum Dokumente aus jener Zeit erhalten sind, ein anderer Grund
ist aber auch, dass die Pythagoreer einen geheimen Orden bildeten, dessen Mitglieder
sich einer strengen Gemeinschaftsordnung unterwarfen.Aus Protest gegen die politischen
Verhältnisse in seiner Heimat verließ er diese. Er bereiste Kleinasien,
Ägypten, Mesopotamien, lernte vom großen Thales von Milet Mathematik
und Astronomie und studierte eingehend astrologische und religiöse Mythen,
die in dem von ihm besuchten Regionen vorherrschend waren.Uns Heutigen gilt
Pythagoras als Mathematiker. Doch seine Zeitgenossen charakterisierten ihn meist
anders: Herodotos sah in ihm einen „bedeutenden Sophisten“.
Andere kennen ihn als den Gründer eines religiösen Ordens, von dem
mancherlei Wundergeschichten erzählt wurden. Die Komödiendichter stellten
die Jünger des Pythagoras als arme und schmutzige Vegetarier dar und erwähnten
nichts von ihren mathematischen Leistungen.Über das Leben des Pythagoras
ist nur wenig bekannt. Tatsache ist wohl, dass er in jungen Jahren eine Studienreise
nach Ägypten unternahm. Vielleicht war er auch in Babylon; der Zusammenhang
der pythagoräischen Arithmetik mit der babylonischen legt jedenfalls eine
solche Vermutung nahe. Um 530 floh er vor dem Diktator Polykrates nach Oberitalien
(Kroton). Dort soll er einen Kreis begeisterter Jünger um sich gesammelt
haben. Er predigte ihnen die Unsterblichkeit der Seele, forderte eine Lebensführung
der Enthaltsamkeit und Mäßigung und lehrte Astronomie, Mathematik,
Musikwissenschaft und Philosophie. In Oberitalien gründete er dann eine
religiöse Brüderschaft ----> die PYTHAGOREER , mit strengen Regeln
für die Lebensführung und das Studium. Wie später die Templer,
Rosenkreuzer oder Freimaurer erlangte der Verein der Pythagoreer immer mehr
politischen Einfluß und wurde dementsprechend immer heftiger von seinen
Gegnern angefeindet. Die Rivalen siegten: es kam zur Vertreibung der Pythagoreer
aus Kroton, und Pythagoras führte den Rest seiner Anhänger ins süditalienische
Metapont, wo er um 480 v. Chr. verstorben sein soll.Erst bei den Griechen ist
aus der praktischen Meß - und Rechenkunst und dem mystischen Zahlenspiel
jene streng beweisende Wissenschaft gewachsen, die wir heute als Mathematik
bezeichnen. Vielen modernen Menschen wird die im Orden der Pythagoreer gelebte
enge Verbindung religiös - sittlicher Postulate mit Aussagen der exakten
Forschung befremdlich erscheinen. Für die Pythagoreer war diese Einheit
Grundlage ihrer Weltsicht, in der die Mathematik ein Teil der Religion war.
Nach ihrer Lehre ist Gott der Eine, und die Vielheit der Welt wird durchschaubar
durch die Gesetzte der Zahl. Das war die große Entdeckung der Pythagoreer:
Das die Bahnen der Sterne, aber auch die Gesetzte der musikalischen Harmonie
und der architektonischen Schönheit bestimmt waren und durch einfache Verhältnisse
ganzer Zahlen: „Die ganze Welt ist Harmonie und Zahl“. (ganze
Zahlen = es ist zu beachten, dass in der griechischen Mathematik die Irrationalzahlen
unbekannt waren. „Zahlenverhältnisse“ sind immer Verhältnisse
ganzer Zahlen)Von Pythagoras selbst ist keine Zeile überliefert. Man kann
daher nicht mit Sicherheit feststellen, welche Erkenntnis vom „Meister“
selbst, welche von seinen Schülern stammt. Bei der großen Verehrung
für den „Wundertäter“ Pythagoras ist es durchaus
möglich, dass ihm spätere Generationen auch solche Leistungen zuschrieben,
die tatsächlich Erfolge seiner Schüler sind.
Der Satz von Pythagoras
Dieser Satz hat bei jedem Mathematiker seinen festen Platz.Er besagt, dass:
Das Quadrat über der Hypotenuse eines rechtwinkeligen Dreiecks ist flächengleich
der Summe der Quadrate über den Katheten.
Das von der Hypotenuse c gebildete Quadrat hat denselben Flächeninhalt
wie die Flächeninhalte der beiden von den Katheten a und b gebildeten Quadrate
zusammen. Er zählt wegen seiner großen Bedeutung für Berechnungen
und Beweisführung in der Elementargeometrie mit Recht zu den berühmtesten
Lehrsätzen der Planimetrie.Der Satz von Pythagoras hat viele an der Mathematik
interessierte Geister fasziniert. Immer wieder tauchen neue Beweise dieses Satzes
auf. Manche Beweise stammen von berühmten Persönlichkeiten aus der
Mathematikgeschichte, aber auch aus der Kunst und der Politik. Viele Beweise
aber wurden auch von Schülern selbständig entdeckt.
Satz des Pythagoras | a^2 + b^2 = c^2 | c Hypothenuse; a, b Katheten
Für den Satz sind mehr als 100 Beweise bekannt, von denen einer der kürzesten
wohl der folgende Zerlegungsbeweis ist. Aus der Abbildung (selbst gezeichnet
- ganz normal) kann man unmittelbar erkennen, dass die gesamte Quadratfläche
(a+b)^2 sich zusammensetzt aus der gelben Quadratfläche c^2 und den vier
roten Dreieckflächen 4. ((a+b)/2) = 2 a b , d. h. a^2 + 2 a b + b^2 = c^2
+ 2 a bund hieraus ergibt sich dann a^2 + b^2 = c^2.
(Versuch Seilspannen)Der Faden umspannt ein rechtwinkeliges Dreieck, dessen
Seiten 3 cm, 4 cm und 5 cm lang sind.Mit diesem Versuch habe ich die uralte
Methode des Seilspannens nachgeahmt, das die Ägypter und Inder schon vor
tausenden Jahren vornahmen, um einen rechten Winkel zu erhalten. Während
bei den Ägyptern die Seilschlinge Knoten in aufeinanderfolgenden Abständen
von 3, 4 und 5 Teil enthielt, verwendeten die Inder eine solche, mit der sie
ein rechtwinkeliges Dreieck mit den Seiten 5, 12 und 13 abstecken konnten.
Der Weg zu den „pythagoräischen Zahlen“:Die Pythagoreer
veranschaulichten sich die Zahlen an Gruppen von Punkten, die man mit Sternbildern
vergleichen könnte. An solchen „Punktrastern“ kann
man bemerkenswerte zahlentheoretische Gesetze ablesen. So zeigt uns das dargestellte
Punktchema die „Dreieckszahlen“ : In den Zeilen des Dreiecks
befinden sich 1, 2, 3, 4,...... Punkte, und die Anzahl der Punkte in einem n
- zeiligen Dreieck stellt die Summe der ersten n natürlichen Zahlen dar.
So ist z.B. 1 + 2 = 3, 1 + 2 + 3 = 6, 1 + 2 + 3 + 4 = 10,.......Auf diese Weise
gewinnen die Pythagoreer die bekannte Folge der Dreieckszahlen: 1, 3, 6, 10,
15, 21, 28,.....(Punktzeichnung am Plakat)
Jasmin DEDOVICH
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