Geschichtsreferat zum Thema “Wandel der Lebensformen”

Claudine Seelinger, Michael Thalmair, Birgit Lösch

Klasse B12T2


Kino im Wandel der Zeit



  1. Geschichtlicher Überblick


1895

Geburtsjahr des Kinofilms

Bis 1914

Stummfilme

1914 – 1918

Entdeckung des Film als Propagandamittel

Ende der 20er Jahre

Aufkommen des Tonfilms

1930 - 1945

NS-Propagandafilme

1945 - 1960

Rückgang der Kinobesucher durch den Siegeszug des Fernsehens

1961 – 1980

Krise der deutschen Filmbrache

Heute

Der deutsche Film ist wieder gefragt.



  1. Inhalt


Während sich die Themen und Inhalte im Laufe der letzten 100 Jahre nur wenig geändert haben, hat eine Entwicklung zu einer immer stärker ausgeprägten Darstellung von Gewalt, Brutalität und Sexualität stattgefunden.


Verschiedene Filmtypen


  1. Katastrophenfilm

Erster Katastrophenfilm 1913

Der Name „Katastrophenfilm“ tritt in den 70ern in Erscheinung, in welcher Zeit diese Filmart einen regelrechten Boom erfährt.

Viele reale Ereignisse, auf denen Filme dieser Art oftmals basieren, werden häufiger verfilmt, wie z. B. der Untergang der Titanic.


  1. Gangsterfilm

Erster Gangsterfilm 1903: „Der große Eisenbahnraub“

1930 erfuhr dieser Filmtyp einen Aufschwung zur höchsten Popularität.

Oft dienen wahre Begebenheiten als Grundlage solcher Filme.


  1. Trickfilm

Erster Trickfilm 1892 (Frankreich)

Der Durchbruch des Trickfilms wurde 1928 von Walt Disney mit Micky Mouse erreicht. Ende der 90er entstanden dann die ersten völlig am Computer entstandenen Trickfilme und 1995 erschien der erste Animationsfilm („Toy Story“).


  1. Dokumentarfilm

Erster richtiger Dokumentarfilm: 1921 „Nanook of the North“

Der Dokumentarfilm spielt seit Beginn der Filmgeschichte v. a. als Bildungs- und Propagandamittel eine wichtige Rolle.


  1. Komödien

Während die Komödie zu Beginn mehr auf den Moment und die Situationskomik aus war, ist die heutige Komödie vor allem durch Hintergründigkeit und Offenheit, teilweise aber auch durch ihre gesellschaftskritische Haltung mit teilweise beleidigendem Charakter gekennzeichnet und es scheint jedes Mittel recht um aufzufallen.



  1. Abenteuerfilm

Heute wie auch früher geht es dabei meist um einen Helden der eine „Aufgabe zu erfüllen“ hat. Im Unterschied zu damals kann dieser Held jetzt aber auch eine Frau sein und die Zuschauer sind kritischer, sie lassen sich nicht mehr einfach nur von dem Treiben fesseln, sondern wollen auch wissenschaftliche Antworten.



  1. Kino – Ein Mittel zur Propaganda


Im ersten Weltkrieg wird der Kinofilm als Propagandamittel entdeckt. In der NS-Zeit wird dies stark ausgebaut und genutzt. So ließ Hitler über 30 Dokumentarfilme und Wochenschauen produzieren, in welchen er zunächst als Erlöser des Deutschen Volkes dargestellt wurde, später jedoch folgten wahre Hetzfilme.


Leni Riefenstahl – die bekannteste Regisseurin der NS-Zeit


1902

Am 22. August geboren.

1926

Von Arnold Franck für den Film entdeckt; neben der Schauspielerei an sich, erlernt sie Kamera-, Regie- und Schneidetechnik.

1933

Hitler beauftragt Riefenstahl für seine Propagandafilme.

1934

Sie dreht den Propagandafilm “Triumph des Willens“ über den NS-Parteitag.

1936

Höhepunkt ihrer Karriere: sie erhält den Auftrag die Olympischen Spiele in

Berlin propagandistisch umzusetzen.

1938

Die beiden Olympia-Filme “Fest der Völker“ und “Fest der Schönheit“ werden

Hitler zu Ehren dessen Geburtstages vorgeführt.

1949

Sie wird wegen der Propagandatätigkeiten für das NS-Regime in mehreren Prozessen angeklagt.

Ab 1954

Sie stößt in der Öffentlichkeit immer wieder auf Kritik wegen den Arbeiten für

das NS-Regime; sie wendet sich nun mehr der Fotografie zu.

1987

Veröffentlichung ihrer Memoiren, in denen sie eine Komplizenschaft mit dem

NS-Regime abstreitet.

1997

Die Filmvereinigung Cincecon verleiht ihr in den USA eine Auszeichnung für

ihr Lebenswerk. Diese Ehrung ist jedoch umstritten.

2003

Am 8. September stirbt Leni Riefenstahl in Pöcking am Starnberger See.



  1. Filmzensur


1896

Erstes Filmverbot (USA)

1906

Geburtsstunde der Vorzensur in Deutschland

Erster Weltkrieg

Einfuhrverbote

Ab 1934

Verschärfung und starker Missbrauch des Zensurgesetzes unter den Nazis

Nach 1945

Verbot sämtlicher deutscher Filme durch die Alliierten

1949

Verbot der Zensur durch das Grundgesetz der neu gegründeten BRD

Gründung der „Freiwillige Selbstzensur“ (FSK)

1954

Gründung der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften“ (BPjS)



Quellen: Brockhaus (Wissenscenter, Multimedial), Die Geschichte des Films Bnd. I und II, Bundesprüfstelle (Internet),

Deutsches Filminstitut (Internet),Leni Riefenstahl(Homepage)