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Erdöl u. Kohle sind natürliche Kohlenwasserstoffe!
Entstehung des Erdöls:
Das Erdöl entstand (in Deutschland während der Jura-Zeit), als sich Fische,
Muscheln Algen, Bakterien, Pilze, aber auch Plankton (tierische/pflanzliche
Kleinstlebewesen), nach ihrem Absterben auf den Meeresboden sanken. Am Meeresboden
wurden diese Stoffe von den ebenfalls absinkenden tonig, sandigen Schwebstoffen
(Sedimenten) eingehüllt und dadurch der schnellen Zersetzung durch den im Wasser
gelösten Sauerstoff entzogen. Nur anaerobe (ohne Sauerstoff lebende) Bakterien
können unter diesen Bedingungen noch von dem organischen Stoffbestand zehren.
Sie verändern ihn dabei gründlich zu einer Erdölmuttersubstanz (Kerogen), die
bei erhöhten Temperaturen Erdöl u. Erdgas abgibt.
Das dadurch entstandene
Kohlenwasserstoffgemisch setzte sich, nachdem es durch Gesteinsporen bis zu
den undurchlässigen Schichten, wie Ton od. Salz, nach unten sank, in porösen
Gesteinsschichten ab, die sich in Kalk- oder ähnlichen Schichten befinden und
das Kohlenwasserstoffgemisch wie ein Schwamm aufnahm. Durch das Absinken geriet
das Erdölähnliche Gemisch in tiefe Schichten, wo die Temperatur langsam anstieg.
Für die Bildung von Erdöl liegt die optimale Temperatur zwischen 50 und 120°C,
wie sie in einer Tiefe von 2000 bis 4000 Meter herrscht. Bei etwa 50°C begann
die Abspaltung von Erdöl, dessen Bildung bei höheren Temperaturen zunehmend
von Erdgas abgelöst wird. Bei etwa 200°C ging dieser Prozess zu Ende und es
blieben im Sediment graphitartige Substanzen zurück, die ihm eine schwärzliche
Färbung verliehen.
Durch unterschiedliche Einflüsse während der Bildung in den einzelnen Entstehungsgebieten
kann sich eine Vielzahl von Rohöl verschiedener Zusammensetzung bilden:
- flüssig bis
fest
- bernsteinfarben bis schwarz
- mit oder ohne Schwefel
- reich bzw. arm an Bitumen
Förderung:
Überwiegend die Förderung im Meeresboden!
Die Erdölindustrie wagte sich anfangs nur ins
flache Wasser, heute schon in riesige Tiefen, es sind sogar schon Bohrungen
bis in 9000 Meter Tiefe in naher Zukunft geplant. Doch nicht nur die Erforschung
der Tiefen hat zugenommen, auch die Erdölförderung in Gebieten mit sehr rauem
Klima ist heute möglich. Die Konstruktionen für Erdölsuche und Erdölförderung
haben sich enorm verbessert.
Schon am Anfang des vergangenen Jahrhunderts kannte man feste, in den Meeresboden
gerammte Holzkonstruktionen in Kalifornien, im Maracaibo-See in Venezuela und
im Kaspischen Meer bei Baku in Aserbaidschan. Moderne Stahlkonstruktionen dieser
Art verwendet man auch heute noch.
Der nächste Schritt war die Entwicklung schwimmfähiger Plattformen, Hubinseln
oder Jack-ups genannt, die mit hydraulisch ausfahrbaren Beinen über der Bohrstelle
auf dem Meeresgrund stehen und das Arbeitsdeck zum Schutz vor den Wellen etwa
30 m über den Wasserspiegel heben. Wie die Gullfaks A. Mit ihnen kann man in
bis zu 5000 m tiefem Wasser arbeiten. Für noch größere Wassertiefen verwendet
man die sogenannten Halbtaucher. Das sind schwimmfähige Plattformen aus Stahl,
deren am Einsatzort geflutete Ballasttanks den Schwerpunkt der Anlage ins Wasser
verlegen. Ihre genaue Position über dem Bohrloch bewahren sie auch bei Sturm
durch Verankerungen, zahlreiche computergesteuerte Schiffsschrauben und Sonar-Ortung.
(Dabei gibt es vers. Fördermethoden u.a. die
Primär-, Sekundär- u. Teritärförderung)
Schließlich gibt es noch Bohrschiffe, die eigenbeweglich
und fernab von einer Landbasis für das Bohren in großen bis sehr großen Wassertiefen
eingesetzt werden können.
Leider kommt es durch Unfälle, Kriege und Schlamperei vermehrt zu
großen Umweltverschmutzungen durch das Erdöl. 1 Liter Rohöl machen 10000 Liter
Trinkwasser ungenießbar. Schlimmste Katastrophen verursachten der Golfkrieg
(Luftverschmutzung), Tankerunglücke (ESCON VALDIZ), brennende Bohrinseln (im
Golf von Mexiko) und Lecks an Piplines (Alaska und Sibirien).
Erdöl-Aufbereitung u. Verabreitung:
Die aus einer Bohrung fließende Flüssigkeit ist ein
Gemisch aus Öl, Gas, Salzwasser und einigen anderen Verunreinigungen. Dieses
Gemisch wird nicht erst über längere Strecken transportiert. Es wird innerhalb
des Erdölförderbetriebes von Aufbereitungsanlagen zerlegt und gereinigt.
Das von den einzelnen Bohrungen eines Feldes kommende
Öl wird durch Rohrleitungen einer zentralen Sammelstelle zugeleitet. Von hier
aus fließt es in den, unter niedrigem Druck stehenden, Gasabscheider. Durch
Verwirbelung und Aufschlag auf Prallbleche wird das Öl in kleine Tröpfchen zerteilt,
wodurch das Gas leichter entweichen kann. Nach diesem Vorgang kann das Erdöl
nun zur Raffinerie befördert werden.
Das Rohöl wird in Raffinerien umgewandelt bzw. verarbeitet.
Bei der Rohölverarbeitung
können aus unterschiedlichen Gründen gelegentlich hohe Drücke in den Prozessanlagen
entstehen. Damit Behälter und Rohrleitungen nicht aufreißen muss der Überdruck
durch Sicherheitsventile abgebaut können. Diese Sicherheitsventile blasen ihn
in Leitungen ab die zur Fackel führen. Dort können die Gase die ausströmen kontrolliert
verbrannt werden. Heute werden durch Einrichtungen zur Fackelgasrückgewinnung
die anfallenden Gase in der Raffinerie für Feuerungszwecke genutzt. Am Fackelkopf
ist daher selten mehr als eine kleine Zündflamme zu sehen.
In der Raffinerie
gibt es drei Hauptprozessgruppen:
-Trennung
-Umwandlung
-Nachbehandlung
Bei der Trennung
(Destillation) wird das Rohöl in Produkte mit verschiedenen Siedebereichen und
damit unterschiedlichen Molekulargrößen aufgeteilt. Bei der Umwandlung (Konversion)
wird die Größe oder die Struktur der einzelnen Moleküle verändert. Zuletzt werden
bei der Nachbehandlung unerwünschte Produktbestand-teile entfernt und die Produkteigenschaften,
wie zum Beispiel Farbe, Geruch und Stabilität, verbessert.
Die Destillation
Der wichtigste
Verarbeitungsprozess in einer Raffinerie ist die Destillation. Dabei wird das
Rohöl in verschiedene Teile zerlegt.
Im Hauptturm der Rohöldestillation erfolgt die Auftrennung in die einzelnen
Produktgruppen, die durch ihre unterschiedlichen Siedebereiche gekennzeichnet
sind. Benzin siedet zum Beispiel zwischen 35 und 180°C, Mitteldestillate dagegen
erst bei 170 bis 370°C. Nachdem das Öl den Rohöltank verlassen hat wird zuerst
in einem Entsalzer der Salzgehalt des Rohöls reduziert. Dann wird das Öl in
Wärmeaustauschern vorgewärmt und in den Röhrenöfen auf Destillationstemperatur
aufgeheizt Dabei verdampft ein Großteil des Rohöls.
Das Dampf- /Flüssigkeitsgemisch teilt sich bei atmosphärischem Druck in den
bis zu 50 m hohen Destillationstürmen auf. Die Dämpfe steigen in den Türmen
hoch. Je schwerer sie sind, desto schneller verflüssigen sie sich wieder.
Auf den Destillationsböden, die mit zahlreichen Öffnungen versehen sind, bilden
sich dadurch Flüssigkeitsschichten. Nachströmende Dämpfe treten durch die Öffnungen
und mischen sich mit den bereits kondensierten Bestandteilen. Bei dieser intensiven
Vermischung der leichteren und schwereren Anteile findet ein Austausch statt:
Schwere Teile des aufsteigenden Stromes werden zurückgehalten und leichte, die
noch in der Flüssigkeitsschicht sind, verdampfen wieder und steigen nach oben.
Ein Teil der Flüssigkeit wird zur Verstärkung dieses Stoffaustausches wieder
auf den nächst tieferen Destillationsboden zurückgeführt
Vakuumdestillation:
Der Rückstand
der atmosphärischen Destillation ist ein Gemisch von Stoffen, deren Siedetemperatur
bei über 360° C liegen. Da sich diese Bestandteile bei noch höheren Temperaturen
zersetzen würden, leitet man den Rückstand in einen zweiten Destillationsturm,
der unter vermindertem Druck (50 Millibar) steht. Dadurch werden die Siedetemperaturen
der Gemischbestandteile um bis zu 150° C gesenkt, so dass der Rückstand schon
bei niedrigen Temperaturen in mehre Bestandteile aufgespalten werden kann. Bei
dieser Vakuumdestillation gewinnt man Schmieröle. Die Schmieröle enthalten auch
Feststoffe die sogenannten Paraffine. Diese werden zur Herstellung für Kerzen,
als Bohnerwachs und als Bestandteil für Schuhcreme genutzt.
Ein weiteres ,,Abfall-" Produkt bei der Benzinherstellung ist das Bitumen.
Es ist ein schweres Gemisch aus Kohlenwasserstoffen, dass sich bei der Erdöldestillation
durch sein Gewicht am Boden absetzt. Das Bitumen wird als Bindemittel beim Bau
von asphaltierten Straßendecken benutzt.
Vaseline gehört auch zu den Nebenprodukten der Erdölherstellung. Wie das Paraffin
und das Bitumen ist auch die Vaseline ein Produkt, dass sich im Erdöl befindet
und sich bei der Destillation absetzt. Man benutzt Vaseline als Salbengrundlage,
Schmierstoff oder sogar als Rostschutzmittel.
Doch nicht nur
Nebenprodukte des Erdöls werden genutzt, eher im Gegenteil.
Gerade die Hauptprodukte, wie Benzin, Dieselkraftstoff oder Heizöl sind die
gebräuchlichsten Komponenten des Erdöls.
Gerade das Heizöl deckt 40% des Energieverbrauches von Deutschland.
Die Autoanzahl wächst derzeit doppelt so schnell wie die Weltbevölkerung. Prognosen
gehen davon aus, dass allein die Zahl der PKW bis zum Jahr 2030 von derzeit
500 Millionen auf 2,3 Milliarden ansteigen wird.
Deshalb fließen auch 36,5% des geförderten Erdöls in den weltweiten Verkehrssektor.
So ziemlich
alles ist aus Erdöl (Medikamente, Tierfutter, Kleidung, ....)!
Entstehung der Kohle
· Kohle: Kohle
ist die zusammenfassende Bezeichnung für alle kohlenstoffreichen festen Brennstoffe,
die durch (thermische) Zersetzung (Verkohlung) organischer Stoffe entstanden
sind (z.B. Holz - Kohle). Im eigentlichen Sinne bezeichnet man als Kohle die
brennbaren Überreste von Pflanzen und anderen organischen Substanzen, die über
das Stadium des Torfs in langen geologischen Zeiträumen durch den Vorgang der
Inkohlung in braune bis schwarze Sedimentgesteine verwandelt wurden. Von Kohle
spricht man, wenn die brennbare Substanz mehr als 50% ausmacht; einen geringeren
Gehalt haben die Brandschiefer, mit Kohle - Substanz durchsetzte Schiefertone.
· Einteilung der
Kohle in 3 Gruppen - nach Inkohlungsgrad und andere Merkmalen
· Braunkohle (60 -70% C), Steinkohle (70 -90% C) und Anthrazit (90 -99% C) ---
lassen sich auch wieder in verschiedene Arten teilen
· Entstehung der
Kohle auch Inkohlungsproßes genannt
· Entwickelten sich aus Faulschlamm (Sapropel) und faulschlammähnlichen Schlammablagerungen
(Gyttja), Humus in nährstoffreicher Seen
· Früher (besonders im Karbon 345 bis 280 Mio. Jahren) war üppige Vegetation
üblich --- durch feuchtwarmes Klima
· Entstehung von zahlreichen Flachmooren, Mooren , Sümpfen, Seen in der ganzen
Welt
· Ständiges Absterben und Nachwachsen der Pflanzen
· abgestorbenes Material von Wasser bedeckt --- lagert sich übereinander
· Entstehung von Torfmooren
· Wiederum vollständige Abdeckung des Torfs mit Wasser
· Abdeckung des Torfs mit Sand und Schlamm aus dem Wasser
· Druck der Erdschichten und der Erdkruste
· Zusammenpressen der Schichten unter gewaltigem Druck der Erdschichten
· Herausrücken des Wassers
· Je weniger Wasser desto höher der Gehalt an kohlenstoffartigen Verbindungen
in den Schichten · Steigerung des Heizwertes (Braunkohle -Steinkohle -Anthrazit
)
· Unter ständigem Sauerstoffabschluß Entstehung von flözförmige Einlagerungen
Aus Stein - oder
Braunkohle
· Braunkohle :braun
Einzelne pflanzliche
Überreste zu erkennen
Geringe Kohlenstoffverbindung hoher Wassergehalt
Zerfällt rasch an der Luft
· leichter Druck, nicht so alt
· Steinkohle :schwarz
So gut wie keine
pflanzlichen Überreste zu finden
Hoher Kohlenstoffgehalt, geringer Wassergehalt
Hart
· schwerer Druck, sehr alt
· Anthrazit :Art
der Steinkohle
schwarz
Keine pflanzlichen Überreste zu finden
Fast 100% Kohlenstoffgehalt so gut wie kein Wasser mehr im Stoff
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