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Quellenanalyse

 

Quelle: A. Hitler: "Mein Kampf", 263-264. Aufl., München1937, S. 350, 351, 702, 751

 

 

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Die vorliegende Quelle stammt aus "Mein Kampf" von A. Hitler. Diese Schrift erschien 1925 und 1926 und erreichte große Auflagen. In diesem Werk beschreibt Hitler seine politischen Zielstellungen, die zunächst jedoch von seiner Leserschaft unterschätzt wurden.

Hitler selbst kam aus einer bürgerlichen Familie, sein Vater war Zollbeamter, starb aber während seiner Kindheit. Seine Mutter starb als er 18 Jahre alt war. Da er zu diesem Zeitpunkt keine abgeschlossene Ausbildung hatte lebte er auf Zuwendungen seiner Familie und des Staates angewiesen in Wiener Studenten- und Obdachlosenheimen (1908-1913); wo er mit extrem nationalsozialistischem Gedankengut in Verbindung kam.

 

Die vorliegende Quelle beschäftigt sich mit dem Judentum. Als Leitgedanken äußert Hitler, zur Zeit der Verfassung Vorsitzender der verbotenen NSDAP, es bestehe die "Bedrohung", das Judentum würde die Weltherrschaft übernehmen und wolle speziell dem deutschen Nationalstaat "das Rückrat brechen".

Schlüsselbegriffe sind dabei die "jüdische Weltfinanz" und "die marxistische Kampftruppe des internationalen jüdischen Börsenkapitals".

Der Text ist im Präsens verfaßt, was ihn wahrscheinlich in einen stets aktuellen Zusammenhang rücken soll, knappe Formulierungen machen den "erhobenen Zeigefinger" unübersehbar.

 

Anhand des vorliegenden Text ist leicht die politische Gesinnung und die Weltanschauung Hitlers zu erkennen. Mit Wendungen wie "...er [der Jude] macht sich [...] heran, heuchelt Mitleid [...] um [...] das Vertrauen zu gewinnen..." und "...eine [...] Handarbeiterbewegung unter jüdischer Führung [...] [die die] Vernichtung aller nichtjüdischen Völker [beabsichtigt]..."macht er seine antisemitisische Neigung deutlich. Hinsichtlich seiner Aussageabsicht, nämlich der Beeinflussung der Bevölkerung, sind Anschuldigungen wie jene, daß "der Jude" seinen (vermeintlichen) Weg zur Weltdiktatur nicht "aus selbstgewollter Entsagung" abbräche, "er heuchelt Mitleid" und das Judentum wolle "sich die Weltherrschaft aneignen" zwar nicht als weniger diffamierend zu bewerten, jedoch nachzuvollziehen.

 

Eine Betrachtung des geschichtlichen Hintergrundes klärt die Parteilichkeit Hitlers was dieses Thema betrifft wohl von vornherein, gebunden war er zur Zeit der Niederschrift an keinerlei Normen, außer die eigenen.

 

Eindeutig erkennbar ist bei diesem Text, daß es sich um keine Erörterung handelt, sondern um eine Darlegung Hitlers subjektiver Meinung zum Thema Judentum.

 

Bei der Interpretation des Textausschnittes ist auf folgende Aspekte und Textstellen zu achten:

 

"Frankreichs Armeen müssen deshalb das deutsche Staatsgebilde solange berennen, bis das innen mürbe gewordene Reich der bolschewistischen Kampftruppe des internationalen Weltfinanzjudentums erliegt..."

 

In dieser Äußerung steckt die später verwirklichte Kampfansage Hitlers an die deutschen Juden.

 

"Er [der Jude] begründet die marxistische Lehre..."

 

Dies ist eine Anspielung an Marx, der Jude war, jedoch zum Protestantismus übergetreten ist.