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Der U-Boot Krieg

Im zweiten Weltkrieg bestand für Deutschland die Notwendigkeit Großbritannien
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von der Rohstoff- und Waffenzufuhr abzuschneiden. Dies war nur mit einer U-Bootflotte zu erreichen, da sich sehr schnell zeigte, dass die Luftwaffe nicht die Luftherrschaft über England und Umgebung gewinnen konnte. Die normale Überwassermarine konnte ebenfalls nicht gegen die äußerst starke englische Flotte ankommen und England von der Zufuhr von Rohstoffen abschneiden.
Die U-Bootflotte stand zunächst unter dem Kommando des FdU (Führer der U-Boote), diese Abteilung war zunächst noch "relativ" klein, wurde aber am 19. September 1939 in BdU (Befehlshaber der U-Boote) umbenannt und wesentlich erweitert.  Der Oberbefehlshaber des FdU bzw. BdU war Kommodere Karl Dönitz, ein  berühmter U-Boot Kommandant aus dem 1. Weltkrieg. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Raeder beauftragte ihn im Juli 1935 mit dem Aufbau einer U-Bootflotte, so wurde er dann am 1. Januar 1936  zum FdU. Ab 1943 war Dönitz sogar Großadmiral und wurde nach Hitlers Selbstmord dessen Nachfolger. Der BdU übernahm sowohl die taktische als auch die organisatorische Regelung der U-Bootflotte,  Dönitz selbst übernahm die Leitung aller großen U-Bootaktionen, wie zum Beispiel.
Allerdings war die U-Bootflotte zu Anfang des Krieges sehr schlecht ausgerüstet. Sie verfügte lediglich über 57 U-Boote, von denen nur 22 für Operationen im Atlantik geeignet waren. Von diesen Boten befand sich durchschnittlich ein Drittel in den Werften, ein Drittel auf Marsch zu oder von den Stützpunkten und das letzte Drittel war am Feind.
In der ersten Phase des U-Boot Krieges bis zur Kapitulation Frankreichs operierten die U-Boote rund um die britischen Inseln herum. Die U-Boote hatten zu dieser Zeit mehrere kleinere, z. T. auch große Erfolge. Die Verluste waren anfangs ziemlich gering.
Zu Beginn des U-Boot Krieges wurde er noch nach den völkerrechtlichen Bestimmungen geführt.
Deutsche U-Boote durften englische Handelsschiffe nicht ohne Warnung und Passagierschiffe gar nicht angreifen. Die Überlebenden der versenkten Schiffe mußten mit dem Nötigsten versorgt werden. Makaberer Weise war allerdings das erste im Krieg versenkte Schiff der Passagierdampfer "Athenia", den Kapitänleutnant Lemp am 3. September 1939 torpedierte, da er ihn für einen Truppentransporter hielt.
Aufgrund der gegnerischen Maßnahmen wie etwa  Ramm-, Schieß-, und Meldebefehle für Frachtschiffe verschärfte sich der U-Boot Krieg ähnlich wie im ersten Weltkrieg. Nach zahlreichen Verschärfungen durften die U-boote schließlich keine Schiffbrüchigen versorgen bzw. retten. Außerdem durften fast alle Schiffe ohne Warnung angegriffen werden.
Im Norwegenfeldzug (genannt Weserübung) am 8. April 1940 kam der U-Bootwaffe hauptsächlich die Rolle der Absicherung der Fjorde und Unterstützung der Überwasserstreitkräfte, besonders bei Narvik, gegen die dort eingesetzten englischen Flottenteile zu. Nach der Besetzung Norwegens verbesserte sich die strategische Lage der U-Boote, da mit den beiden neuen Stützpunkten dort (Bergen und Trondheim) der Operationsradius stark vergrößert wurde.
Auch in der zweiten Phase des U-Boot Krieges bis zum März 1941 erhöhte sich die Anzahl der U-Boote kaum, da die Bedeutung U-Boote immer noch von Hitler und Raeder unterschätzt wurde. Allerdings konnten die U-Boote durch die neuen Stützpunkte  im besiegten Frankreich (Brest, St. Nazaire, La Rochell und Bordeaux) wesentlich länger im Operationsgebiet bleiben und die Reichweite der U-Boot Waffe wurde erhöht. Außerdem wurden durch die nun mögliche Rudeltaktik (siehe unten) große Erfolge in den Geleitzugschlachten im Nordatlantik erzielt. Als Geleitzüge bezeichnete man einen Handelsschiffskonvoi, der von kleineren Marinefahrzeugen wie z. B. Zerstörern oder Korvetten gesichert wurde.
Bei der Rudeltaktik suchten mehrere Boote in einer Gruppe, den sog. Rudeln ihr Einsatzgebiet nach gegnerischen Geleitzügen und Einzelfahrern ab. Dabei hatte ein Boot jeweils einen bestimmten Bereich abzusuchen. Sobald dieses Boot einen Geleitzug fand, wurden dann die anderen Boote des Rudels an den Geleitzug heranbefohlen, um diesen gemeinsam anzugreifen. Es gelang den U-Bootrudeln aber während des gesamten Krieges u. a. durch die zu geringe Bootanzahl nie, die Maschen des Suchnetzes effektiv zu schließen.
Für die Abwehr der deutschen U-Boote erwies sich die Zahl der zur Geleitzugsicherung eingesetzten Zerstörern sowie besonders die Luftherrschaft über den Operationsgebieten der U-Boote als entscheidend, aber auch durch verbesserte Abwehrmaßnahmen gelang es den Engländern die U-Boote von den Küstenregionen auf den offenen Atlantik abzudrängen.
Die dritte Phase des U-Boot Krieges reichte bis zum Kriegseintritt der USA Ende 1941. Inzwischen hatte sich die Zahl der U-Boote leicht vergrößert, im Schnitt waren jeweils 30 Boote unterwegs, die in Rudeln den Atlantik absuchten. Im Mai 1941 kamen die Briten aber durch das kapern des U-Bootes U110 in Besitz einer Enigma Maschine und anderer geheimer Daten. Durch dieses Gerät wurde der deutsche Funkverkehr verschlüsselt. Im Laufe des Krieges konnten die deutschen Funksprüche nun immer besser und schneller entschlüsselt werden. Eine Folge dessen war, dass den Alliierten Treffpunkte deutscher Schiffe und U-Boote bekannnt waren. Die U-Boote waren aber zunächst weiterhin erfolgreich.
Die USA übernahm im Laufe des Jahres 1941 noch vor dem offenen Krieg mit Deutschland verstärkt die Sicherung der Geleitzüge im Atlantik. Insgesamt wurden bis dahin fast zehn Millionen BRT englischer und amerikanischer Handelstonage versenkt, während die U-Boot Verluste relativ gering waren. Der englische und amerikanische Schiffsbau konnte trotz verstärkten Bemühungen noch nicht die Verluste durch Neubauten ausgleichen. Allerdings war eine deutliche Annäherung der Neubauten an die Versenkungen zu beobachten.
Nach dem offenen  Kriegseintritt der USA  Ende 1941 begann die vierte Phase des U-Boot Krieges. Das Operationsgebiet einiger Boote wurde an die Ostküste der USA verlegt und die Operation Pauckenschlag begann. In den ersten Monaten des Jahres 1942 erzielten die U-Boote innerhalb kürzester Zeit große Erfolge in diesem Gebiet. Die Erfolge sind auf die unerfahrene Besatzung der amerikanischen Zerstörer und das noch fehlende Geleitzugsystem an der amerikanischen Küste zurückzuführen . Im Juli 1942 endete die Operation Pauckenschlag wieder, da der Erfolg durch das nun auch dort eingeführte Geleitzugsystem und bessere Zerstörerbesatzungen ausblieb. Also war das Hauptoperationsgebiet der U-Boote wieder bei den nordatlantischen Konvoirouten. Deutsche U-Boote wurden zwar auch vor Afrika, im indischen Ozean und im Mittelmeer  eingesetzt, spielten dort aber eine wesentlich unbedeutendere Rolle.
Die Zahl der U-Boot Neubauten war nun um vieles höher, so dass die U-Bootflotte wuchs und effektiver wurde, aber auch die Verluste wurden größer. Die U-Boote fügten dem Gegner empfindliche Verluste zu. Im Jahr 1942 zeichnete sich aber langsam eine Wende, ebenso wie im Luftkrieg und auf dem Festland auch im U-Bootkrieg ab
Die Neuproduktion der englischen und amerikanischen Werften nahm immer weiter zu, so dass die Spanne zwischen Versenkung und Neubauten immer kleiner wurde und zum Jahresende 1942 wurden schließlich mehr Schiffe gebaut als versenkt. Dadurch war der Zufuhrkrieg eigentlich schon entschieden. Die große Neubauproduktion gelang vor allem durch die Fließbandproduktion der amerikanischen Werften, auch wenn die Schiffe nicht besonders gut waren.
Die fünfte Phase der U-Boot Schlacht erstreckte sich von Juli 1942 bis Mai 1943. Die U-Boot Anzahl hatte sich, durch die Erkenntnis, dass sie das einzige noch wirkungsvolle Instrument gegen England waren, nochmals stark erhöht. Nun befanden sich durchschnittlich 102 Boote, hauptsächlich Typ VIIc Boote, der erfolgreichste deutsche U-Boot Typ, auf See. Dadurch wurde das Rudelsystem verbessert, da die U-Bootkette dichter wurde und die Geleitzüge so besser gefunden und von den Rudeln gejagt werden konnten. Der Höhepunkt dieser Kämpfe war eine Geleitzugschlacht im März 1943, die so erfolgreich war, dass die Versenkungen noch mal die Neubauten ausglichen, aber dieser Erfolg wiederholte sich nicht.
Im Gegenteil, schon kurz nach diesem Erfolg wurde klar, dass die Alliierten  sehr wirkungsvolle Abwehrmaßnahmen entwickelt hatten. Diese waren teils von technischer und teils von taktischer Art. So konnte durch die Verlegung der Geleitzugruten weiter in den Nordatlantik über Neufundland, Island und Irland die Luftbewachung der Geleitzüge stark verbessert werden. Der äußerst große Nachteil für die U-Boote, dass die Luftwaffe nicht die Lufthoheit über dem Nordatlantik hatte gewinnen können, zeigte sich spätestens jetzt deutlich. Die Erfindung und Verbesserungen zahlreicher Techniken verbesserten dieses Abwehrsystem der Alliierten noch mehr. So konnten die Geleitschutzfahrzeuge durch eingebaute automatische Funkpeilsysteme die U-Boote schon frühzeitig orten. Die Erfindung kompakterer Radargeräte ermöglichte es den  alliierten Flugzeugen auch bei Nacht aufgetaucht fahrende deutsche U-Boote ohne Probleme auszumachen und dann oft durch überraschende Bombenangriffe zu versenken. Zumindest waren die U-Boote gezwungen, sich mit Unterwasserfahrt an die Geleitzüge heranzuarbeiten. Dadurch wurde die Geschwindigkeit und Orientierung und somit auch die Wirksamkeit der U-Boote erheblich eingeschränkt.
Die Wasserbomben, die von den Zerstörern gegen die U-Boote abgeworfen wurden, wie auch die Unterwasserortung der U-Boote  durch die Zerstörer mit dem ASCID (Sonar) wurde ebenfalls verbessert. Die Deutschen entwickelten zwar eine Abwehrmaßnahme gegen das ASCID, den Bold, dieser war aber nicht sehr erfolgreich. Schon kurze Zeit nach dem großem Erfolg im März stand das Verhältnis zwischen versenkten Schiffen und verloren U-Booten in keinem tragbaren Verhältnis mehr und Donitz befahl schließlich am 24. Mai 1943 das Abrechen der Geleitzugschlacht im Nordatlantik. Im Vergleich der Jahre `42 und `43 stieg die Zahl der verlorenen U-Boote von 86 im Jahr 1942 auf 237 Boote im Jahr 1943,  während die Zahl der versenkten Schiffe um mehr als die Hälfte sank.
Ein Teil der U-Boote verblieb aber auch weiterhin zur Störung des Handels und zur "Bindung der feindlichen Kräfte" im Nordatlantik. Der größte Teil war aber, z. T. zur Umrüstung, in den Werften oder wichen in andere Operationsgebiete wie etwa dem Mittelatlantik aus. Der Einsatz dort war wegen der Landung britischer Truppen in Nordafrika erfolgversprechend. Schon nach kurzer Zeit wurde auch in diesem Raum die Luftüberwachung der Engländer ausgedehnt, so dass die Boote es auch hier schwer hatten.
Diese Rückschläge im U-Bootkrieg hoffte man durch technische Neuentwicklungen überwinden zu können. Diese fanden in der Schlußphase der Atlantikschlacht kurz vor der Invasion Europas durch die Alliierten bis zum Kriegsende noch erfolgreiche Verwendung.
Vielleicht war es eine Überschätzung dieser technischen Entwicklungen gegenüber den taktischen Gegebenheiten der feindlichen Luftherrschaft und gegenüber der Produktionsgelegenheiten der amerikanischen Werften, die Dönitz hoffen ließen, die Initiative im Seekrieg zurückzugewinnen.
Immerhin konnte man durch diese technischen Neuerungen noch einmal einen leichten Anstieg der Versenkungszahlen registrieren, die aber in keinster Weise an die Erfolge von 1942 anknüpfen konnten.
Das Ende war aber nicht mehr abzuwenden, der Verlust erst der französischen Stützpunkte und dann auch noch der Norwegischen bedeutete einen starken taktischen Verlust. Schließlich kapitulieren am 9. Mai 1945 auch die U-Boote, die bis zum Ende gekämpft hatten, so wurden in der letzte Nacht des Krieges noch zwei Schiffe versenkt. Viele Boote versenkten sich nach dem Funkspruch der Kapitulation selber. Abschließend bleibt zusagen, dass der U-Boot Krieg spätestens ab 1943 zum Scheitern verurteilt war, da die Neuproduktion der alliierten Werften zu hoch war und man eigentlich von Beginn an die Lufthoheit über dem Operationsgebieten der U-Boote hätte haben müssen. Dies gelang aber der Luftwaffe nicht, so wurde es für die U-Boote, durch verbesserte See- und Luftabwehr immer schwieriger erfolgreich zu sein. Es bleibt fraglich, ob die zu spät entwickelten moderneren U-Boot Typen dem Abhilfe geschafft hätten. Hätte Dönitz diese Typen früher eingesetzt anstatt den zwar erfolgreichen, aber veralteten Typen VIIc immer weiter zu verfolgen, wären aber vielleicht die großen Verluste 1943/45 nicht so dramatisch ausgefallen. Denn die U-Boofront war wohl eine der  im Verhältnis verlustreichsten Fronten im 2. Weltkrieg. Es wurden im Krieg zwar ca. 23 - 24 Millionen BRT Schiffstonnage versenkt, aber von 40.000 U-Bootfahrern, die sogar nur zum Teil an der Front waren (Ausbildung usw.) sind mehr als 30.000 auf See geblieben, insgesamt sanken 751 (allein 237 bzw. 238 in den Jahren 1943 bzw. 1944) U-Boote von 1154 Booten.

Das U-Boot
Die U-Boote im zweiten Weltkrieg waren eigentlich gar keine richtigen Unterseeboote, sondern vielmehr ein Boot, das zeitweise auch Unterwasser fahren konnte. Normalerweise fuhr es mit Dieselmotoren über Wasser, konnte aber mit den batteriebetriebenen Elektromotoren, z.B. zum versteckten Angriff oder zur Flucht bzw. Verstecken vor Feinden auch für begrenzte Zeit auch langsam  Unterwasser fahren. Die Hauptwaffe des U-Bootes war der Torpedo, ein im Prinzip batterie- bzw. pressluftgetriebener Unterwasserschwimmkörper, der mit einem Sprengkopf bestückt war. Der Torpedo wurde auf einem berechnetem Kurs auf das feindliche Schiff geschossen. Der Stückpreis eines Torpedos lag bei ca. 20.000 RM.
Die von den Deutschen hauptsächlich verwendeten U-Boote waren eigentlich nur stark verbesserte Typen aus dem ersten Weltkrieg. So basierte die äußerst erfolgreiche, 1941 eingesetzte dritte Version des Typ VII Bootes immer noch auf U-Bootmodelen des ersten Weltkrieges. Trotzdem war dieses VIIc Boot Rückrad der deutschen U-Bootwaffe. Kein anderes Boot war so erfolgreich wie dieses. Aber im Laufe des Krieges, spätestens ab Mai 1943, konnte dieser Typ, trotz einiger Verbesserungen (Flak, Radarwarngeräte) nicht mehr viel gegen die technisch stark verbesserten alliierten Streitkräfte ausrichten. Dies war u.a. die Folge der beschränkten Unterwasserfähigkeiten des Bootes, denn durch die alliierten U-Bootabwehrmaßnahmen wurden die Boote Unterwasser "gedrückt" und waren so viel zu langsam, um effektiv zu sein. Erst mit Erfindung des Schnorchels, ein Luftrohr das wie ein Seerohr ausgefahren werden konnte, war es möglich bis zu einer gewissen Tiefe und Geschwindigkeit auch unter Wasser die Dieselmotoren zu benutzen und die Batterien Unterwasser aufzuladen. Somit konnten die U-Boote theoretisch während der gesamten Feindfahrt mit Marschfahrt unter Wasser fahren und damit nicht so leicht entdeckt bzw. geortet werden. Im letzten Teil des Krieges wurden diese Typen so wieder einigermaßen erfolgreich. Die neuen Typen gegen Ende des Krieges waren alle komplette Neukonstruktionen, besonders die Unterwassergeschwindigkeit ohne Schnorchel wurde entschieden gesteigert. Diese Boote kamen aber zu spät um noch einmal etwas bewirken zu können. Die Konstruktion der XXIII und XXVI Boote, der sogenannten E-Boote, die eine stark vergrößerte Batterie besaßen und somit eine stark gesteigerte Unterwassergeschwindigkeit und Tauchdauer hatten, wirkte sich aber nicht mehr aus, da aufgrund der zerstörten deutschen Industrie und der Rohstoffknappheit nur noch wenige Boote dieses Typs gebaut und eingesetzt werden konnten. Die deutschen U-Boottypen waren: Typ IIa-d (Küstenboote), Typ IXa-d (Langstreckenboote), Typ VIIa-c (Atlantikboote, besonders erfolgreich VIIc), Typ Ia (erstes deutsches Boot), Typ VIId (Mienenleger), VIIF (Torpedotranporter), Typ U-Flak (Falle für Flugzeuge), Typ Xb (Minenleger), Typ XIX (dieses Boot, genannt Milchkuh versorgte andere U-Boote mit Treibstoff, Nahrungsmitteln und Torpedos), Typ XXI und XIII (E_Boote, s.o.) und das experimentelle Turbinen U-Boot Walter.
Die Verhältnisse für Besatzung auf einem U-Boot waren sehr schlecht. Wochenlang mußten sich die Männer auf engsten Raum, da die U-Boote mit komplizierter Technik vollgestopft waren, bewegen und das in äußerst schlechter Luft und Hitze (im Dieselraum bis zu 60 Grad Celsius). Hinzu kam auch noch der oft sehr starke Seegang, so dass alles an Bord durchgeschüttelt wurde. Fehlende Erfolgserlebnisse schwächten die psychische Moral der Mannschaft zusätzlich. Die Anspannung bei Angriffen auf das U-Boot und das Bewußtsein jeden Moment versenkt zu werden, nagte ebenfalls an der Kondition der Männer. Auch gesundheitlich stand es oft schlecht um die U-Bootfahrer, da sie oft komplett durchnäßt wurden, es oft keinen Arzt an Bord gab und die Hygiene an Bord katastrophal war. So gab es zum Beispiel auf einem VIIc Boot für ca. 50 Leute nur eine kompliziert zu bedienenede Toilette, da die andere als Stauraum genutzt wurde. Ein Boot versenkte sich sogar selbst durch einen Bedienungsfehler der Toilette. Die von einer Feindfahrt wiederkehrenden U-Bootfahrer befanden sich meist in einem schlechten Zustand.
Die U-Bootfahrer waren in der Heimat zwar ziemlich angesehen, wurden aber auch oft als Selbstmordkandidaten bezeichnet, was Anhand der 30.000 Toten von 40.000 U-Bootfahreren auch nicht verwunderlich ist.
 
Michael Wolf