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Kunst

 

Kunst soll sich nur auf das rein ästhetische beschränken. Kunst soll die Realität widerspiegeln. LUKACS fordert aber, daß die Kunst kein einfaches gleichsam naturalistisches Abbild der Wirklichkeit sein soll. Unter Widerspiegeln versteht man also weniger ein einfaches Abbilden sonder eher ein ästhetisches Reflektieren. Kunst soll helfen gesellschaftliche Wirklichkeiten zu erkennen. ADORNO meint jedoch, daß sich Kunst nicht immer nach den aktuellen politischen und sozialen Veränderungen anpassen muß. Der Kunst sollte man keine eindeutige gesellschaftliche Funktion aufzwingen. Weiters sagt er, daß sich die Künstler schon durch ihre Werke an Bestehenden Gegebenheiten beschwerden. ADORNO meint also, daß Kunst Kritik ausüben soll, jedoch sieht er ein, daß das Potential der Kunst nicht ausreicht, um irgendwelche Veränderungen herbeizuführen. Trotzdem engagieren sich immer wieder viele Künstler auch politisch.

 


Ursprung und Wurzeln der Kunst

 

Die Anfänge der Kunst liegen weit zurück. Heute betrachten wir die Höhlenmalerein als Kunst. Es ist jedoch zunächst die Frage zu klären, ob Kunst angeboren ist oder nicht! Georg LUKACS hat sich diesbezüglich folgendermaßen geäußert: Er spricht von anthropologischen Voraussetzungen für die Kunst: Die Fähigkeiten, Rhythmen, Symmetrien und Proportionen zu erkennen. Aus diesen Fähigkeiten haben sich dann später das ästhetische Leben und Wahrnehmungsformen entwickelt, z.B. der Tanz. Eine weitere Wurzel der Kunst ist die Magie. Auch mystische Erzählungen gehören zu ursprünglichen Formen der Kunst. Die oben genannten Dinge bezeichnet man auch als Religiöse Kunst. In der Entwicklung der Kunst ging es dann folgendermaßen weiter: Viele Gegenstände wurden nicht mehr gebraucht und daher in ein Museum gestellt um die Form usw. zu genießen, was typisch für die Moderne ist. Frühestens in der Renaissance kann man von Kunst sprechen. Die Künstler wollten nur noch ihre eigenen Konzepte verwirklichen. Der Künstler wird unabhängig und die Kunst autonom.

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Kleine Stilistik

 

Die wichtigsten Stilmerkmale der Kunst sind uns heute ein Begriff: Surrealismus, Barock usw. Das Wort Stil stammt ursprünglich aus dem Latein ( stilus ) und bedeutete Schreibgriffel! Der Stil ist mehr als die Spuren die ein Künstler hinterläßt. Ein Stil ist auch ein Merkmal einer gesamten Bevölkerung, einer sozialen Gruppe oder einer Epoche.

Philosophen haben schon immer versucht fundamentale, meist gegensätzliche Stilprinzipien herauszuarbeiten. NITZSCHE meinte, Kunst ist immer zwischen zwei Polen eingespannt: apollinisch ( klar strukturiert ) und dionysischen ( dunklen ). Im 20. Jahrhundert versuchte WÖLFLIN solche allgemeinen Stilmerkmale herauszufinden. Auch er verwendete zweipolige Begriffspaare, zwischen denen die Malereien in einer Epoche schwanken können.

 


Einige weitere Informationen sind auch unter Empfehlungen verlinkt.

Genie

 

Das Genie unterwirft sich nicht einem Stil sondern durch sein Werk selbst stilbildend wirkt. KANT hat die schöne Kunst als Kunst des Genies definiert. Nach KANT gibt das Genie der Kunst eigene Regeln. Somit war KANT der Ansicht, daß es keine Kunst ohne Regeln geben kann. Heute betrachtet man den Begriff Genie wieder relativ skeptisch. Maler nennen sich wieder Handwerker und Dichter als Textproduzenten. Dennoch gilt die Kreativität als das um und auf in der Kunst. FREUD, Vater der Tiefenpsychologie hat jede kulturelle Arbeit als die Umformung ursprünglich sexueller Triebenergie gesehen.

Die Fähigkeit eines Künstlers, etwas aus völlig ungewohnter, a-normaler Perspektive zu sehen, so muß man diese Fähigkeit nicht gleich als Genie bezeichnen!