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Hochhausarchitektur

Chicagoer Schule


- 1871 großer Brand in Chicago Innenstadt fiel Feuer zum Opfer Hotels, Geschäfts- und Wohnhäuser mussten schnellstmöglich neu errichtet werden- Architekten erreichten umwälzende wegweisende bautechnische Lösungen:- "Chicago-Konstruktion" oder auch Skelettbauweise genannt, ohne diese Hochhäuser undenkbar- schwimmendes Fundament aus Beton ermöglichte Bauen auf Sumpfgebieten- Chicago-Fenster: - ganze Länge und Breite zwischen zwei Geschossen- Untergliedert in großen Mittelteil und zwei schmale Seitenflügel- Entstehung des ApartmenthausesErsetzung der üblichen Einfamilienhäuser zugunsten vielstöckiger Wohnhäuser- Prinzip funktionale Klarheit und organische Ausschmückung- Führende Architekten u. a. Louis Sullivan, Daniel Burnham, etc.


Le Corbusier- Bürgerlicher Name Charles Edouard Jeanneret-Gris- Geboren am 6. Oktober 1887 - Franz.-schweizerischer Architekt, Maler, Städteplaner und Schriftsteller- Durch die Verwüstungen des 1. Weltkrieges Wohnungsnot- LC erarbeitete ein Konzept für preiswerte Massenbauten, das die Skelettbauweise beinhaltet- Diese waren so stabil, dass die äußeren Mauern keine tragende Funktion mehr übernehmen mussten- Aufgabe der modernen Architektur
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müsse sein, Häuser gemäß den industriellen Standards von Automobilen zu entwerfen- verfeinerte Skelettbauweise- neu waren zwei Dinge: - freie Behandlung des Grundrisses mit veränderbaren, da nicht tragenden Wänden- weitgehende Auflösung der Außenfassade in Glasflächen- ließ Geschossdecken allein von Eisenbetonpfeilern tragenvollständige Entlastung der Wände- nur Treppen und andere vorgefertigte Bauteile verbinden Geschosse- manche Häuser von LC nicht direkt mit Fundament auf BodenStützen sog. Pilotenkubische Häuser schienen leicht und schwebend über dem Boden- verwendet oft RampenVerbindung von Innen- und Außenräumen versch. Ebenen Auflockerung der starren Stockwerkfolge- ebenes Flachdach bietet Möglichkeit für begehbaren Dachgarten bzw. zusätzlich ins Freie führenden Raum- seine Vostellungen gipfelten im Ideal einer funktionalen "Wohnmaschine", die ästhetische Strenge und höchste Nutzbarkeit für ihre Bewohner verbinden soll- gestorben am 27. August 1965


Mies van der Rohe - geboren am 27. März 1886- obwohl M.v.d.R. kurz nach dem ersten Weltkrieg mit Stilmitteln des Expressionismus experimentierte, bekannte er sich nach 1923 zur Rationalität des Internationalen Stiles- typisches Merkmal seines Stiles Strenge Einfachheit und Ästhetik der strukturellen Elemente - brachte Rationalismus und Funktionalismus zur vollen Blüte- berühmter Satz "Weniger ist mehr" bringt die Philosophie seiner Architektur auf den Punkt- seine Gebäude erzielen Wirkung durch ausgewogene Proportionen und äußerste Präzision im Detail- wurde 1930 Direktor des Bauhauses, musste 1937 emigrieren- Mies Einfluss ist in zahlreichen europ. Und amerik. Hochhäusern der 50er und 60er sichtbar- Er schuf das Seagram Building, eleganter Wolkenkratzer mit getönten Scheiben aus Bronze und GlasGestaltungsprinzipien:- Symmetrie als vorherrschendes Element- Regelmäßige Quaderförmige Baukörper- Nahezu glatte nach dem Prinzip von Raster und Füllung strukturierte Außenwände- Äußere Form unabhängig von Funktion dahinter liegender Räume- Begrenzung der Anzahl der Baustoffe, vorwiegend Stahl, Aluminium, Glas- Klare, einfache, perfekte, fast klassisch anmutende Bauformen- Starb am 17. August 1967


Gropius


- Geboren am 18. Mai 1883- Schon 1909 hatte erkannte Gropius die Notwendigkeit Bauteile im Wohnbau zu normen, sie serienmäßig herzustellen und durch vielfache Kombinationen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten zu erhalten- 1919 gründete er das Staatliche Bauhaus- als erster erprobte er die nicht tragende nur vorgehängte, meist durchscheinende Fassade aus Metall und Glas- Fassade vollständig vom tragenden Gerüst getrennt und kann dadurch unabhängig vom Gerüst gefertigt werden- Nach kurzen expressionistischen Experimenten kehrte er zu seiner funktionalistischen Anschauung zurück- Charakteristisch für neue Baubewegung:- Rationalisierung und Befriedigung der Bedürfnisse des Menschen (sowohl innere als auch materielle)- Befreiung der Baukunst vom Wust des Dekorativen- Besinnung auf die Funktion der Glieder- Suche nach knapper ökonomischer Lösung als materielle Seite des Gestaltungsprozess- Aus Ziegelwänden als tragende Wände wurden dünne Pfeiler, mit dem Ziel der Ersparnis an Gewicht, Transportmasse und Raum- Neue Baustoffe: Stahl, Beton und Glas- Steigerung der MaterialfestigkeitMöglichkeit leichtere fast schwebende Gebäude zu konstruieren- Flaches Dach hat Steildach verdrängtzahlreiche Vorteile:- Weniger Brandgefahr, da kein Dachstuhl- Fläche anderweitig nutzbar- Ermöglicht freiere Entwicklung des Grundrisses- als Gegner der Faschisten musste er Deutschland 1934 verlassen- einige Jahre in England - USA, als Dozent der bekannten Harvard-Universität, versuchte er Bauhauskonzepte amerik. Architekten nahezubringen- Gestorben am 5.Juli 1969 in Boston (Massachusetts)