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Goya, Francisco José de

Francisco José de Goya wurde am 30. März 1746 in Fuendetodos bei Saragossa in Spanien geboren. Sein Vater war Handwerker und später in der Landwirtschaft tätig. Mit 13 Jahren ging er in eine Malerlehre bei José Luzán. Seine Versuche, an die Akademie in Madrid zu kommen, scheiterten aufgrund seiner Herkunft und dem Mangel an vorteilhaften Beziehungen.Mit 24 Jahren reiste er nach Italien, um dort in Rom und Palma zu studieren. Ein Jahr später kehrte er nach Saragossa zurück und erhielt seinen ersten bedeutenden Auftrag. Zu dieser Zeit traf er auf den erfolgreichen Maler Francisco Bayeu, der für den jungen Goya zu einer Leitfigur wurde. Allerdings gewann er keine Vorteile durch die Bekanntschaft mit Bayeu, bis er mit 27 Jahren Bayeus Schwester Josefa heiratete. Nach dem ersten Jahr Ehe wurde Goya mit den Brüdern Bayeu nach Madrid gerufen, wo er unter Leitung von F. Bayeu in der königlichen Teppichmanufaktur 20 Jahre lang Vorlagen für Teppiche auf Karton malte („Karton“ bedeutete Skizze auf Wand). Er hatte damals zwei Ziele: Bayeus Erwartungen zufrieden zu stellen und seine Stellung zu behaupten. Er war sehr ehrgeizig, weil das die einzige Möglichkeit für ihn war, in höfische Kreise zu kommen und so verdient er schon mit 28 Jahren mehr als sein Lehrer Luzán.Mit 34 Jahren erhält er die Mitgliedschaft in der Akademie von Madrid, allerdings nur mit Bayeus Unterstützung. Kurz danach macht er sich selbstständig, weil er nicht das malen will, was ihm Bayeu vorschreibt. Anfangs hatte er es sehr schwer, weil seine religiösen
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Werke und Teppichentwürfe ihm keine bedeutende Stellung oder finanzielle Sicherheit gaben (Damals waren die Wandteppichen viel wichtiger als die von ihm gemalten Vorlagen, da sie als Kälteschutz dienten). Die Akademie brachte ihm seine ersten Aufträge und so gewann er Anerkennung als Porträtmaler.Nach einer sechsjährigen Unterbrechung musste er in die Teppichmanufaktur zurück. Zu dieser Zeit begann ein Epochenwechsel: von französisch-italienischer Kunst zur spanischen. Mit 43 Jahren erlangte er die Position des 1. Malers des Königs und nach 11 Jahren Ehe kam sein ganzer Stolz, sein erster und einziger Sohn Javier zur Welt.Mit 46 Jahren erkrankte er schwer und verlor sein Gehör. Er fing an, während seiner Genesung kleine Kabinettbilder zu malen und aufgrund der Isolierung von der Umwelt malte er seine erste Reihe von schwarzen Bildern (d.h. dunkeltönige Bilder, die das Grauen ausdrücken. Sie verbanden religiöse Bilder mit seinen eigenen Vorstellungen).Mit 51 Jahren begann er seine erste Serie von Radierungen, die er „Los Caprichos“ (Einfälle) nannte. Ein weiteres wichtiges Kapitel in seinem Leben war die Zauberkunst und Hexerei. Diese Bilder verbanden düstere Satire mit Komik. Es waren damals literarisch beliebte Themen.Mit 52 Jahren malte er im Auftrag von König Karl IV wegen Geldnot sein letztes Fresko. In den nächsten 10 Jahren arbeitete er erneut als 1. Hofmaler des Königs. Nach dem Verlust dieser Stellung malte er u.a. für Godoy ein berühmtes Aktbild: „Die nackte Maja“. Da Aktbilder damals von der strengen, katholischen Kirche verboten waren, malte er ein zweites Bild: „Die bekleidete Maja“, das man über das erste Bild hängte. Beim Herunterklappen des zweiten Bildes kam das erste zum Vorschein.Mit 64 Jahren malte er die 2. Große Druckserie, die die Grausamkeit des Krieges widerspiegelte. Mit 70 Jahren zog er sich vom Hof zurück und malte düstere Tafelbilder. Mit 73 Jahren wurde er erneut schwer krank und widmete seinem Arzt ein Bild nach seiner Genesung, die er nur ihm zuschrieb. Zugleich erhielt er der Titel des 1. Hofmalers, obwohl er nicht mehr am Hof war. Mit 74 Jahren war er zum letzen mal in der Akademie in Madrid um den Treueid auf die liberale Verfassung abzulegen und begann kurz darauf die 2. Serie von schwarzen Bildern in seinem Haus zu malen, die von Pessimismus und Menschenverachtung geprägt sind. Mit 77 Jahren malte er seine letzte Serie von Radierungen und tauchte dann aus Angst um seine Sicherheit, da er Liberaler war (König Ferdinand VII verfolgte diese) unter. Er wanderte dann mit 78 Jahren nach Bordeaux aus und zeichnete 4 berühmte Blätter: „Die Stiere von Bordeaux“. Mit 79 Jahren wurde er erneut schwer krank und ging geschwächt nach Madrid, wo er sich vom derzeitigen 1. Hofmaler porträtieren lies. Mit 81 Jahren lies sein Sehvermögen stark nach, so dass er nur mit einer Lupe weiterarbeiten konnte. Am 15. April 1828 starb Goya im Alter von 82 Jahren in Bordeaux. Seine Überreste wurden 1929 nach San Antonio de la Florida in Spanien überführt. Goya hinterließ mehrere tausend Zeichnungen und gilt heute neben Velazquez als der berühmteste spanische Maler. Er beeinflusste unter anderem Pablo Picasso und Paul Klee. Seine frühen Werke waren noch im Stil des Rokokos, später wurde er zum Gesellschaftskritiker der Oberschicht