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Religion:


Die Aramäer (Syrer):

- umherirrender Aramäer: Kleintiernomaden, die am Rande der Wüste (Sinai, arabische Wüste) bzw. des Kulturlandes (Ägypten, Mesopotamien, Syrien, Kanaan) leben
- Regenzeit, Erntezeit und Trockenzeit diktierten den Wanderrhythmus
- Aramäer in der Bibel (z.B. Abraham, Laban, Jakob)
- Vor 1200 drangen sie in ihre Gebiete ein und gründeten Städte (z.B. Damaskus am Euphrat) und Gebietsstaaten
- Syrer werden sie genannt weil sie in das Land Syrien eindrangen
- ,,Mein Vater war ein schweifender Aramäer" traf auf die Herkunftssituation aller Stämme.
- Erzväter kamen aus Mesopotamien
- Wanderten im Lande umher bis sie einen geeigneten Platz fanden, wo sie sich mit ihren Familien und ihrem Vieh niederließen
- Kam eine Hungersnot, so wanderten sie für einige Zeit aus
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- Sie waren sehr fromme Menschen

Knechtschaft in Ägypten:

- Es gab zwei Ursachen für die Kontakte zwischen den Kleintiernomaden und den Ägyptern:
1.) Trockenzeiten führten die Stämme näher an das Gebiet der Ägypter und brachten sie in ein Abhängigkeitsverhältnis, damit sie ihr Existenzminimum erreichen konnten
2.) Das rohstoffarme Ägypten schickte Expeditionen aus, die nach Rohstoffen (z.B. Kupfer oder Türkis) suchten. So kamen sich mit den Nomaden in Berührung und z.T. in Konflikte
- Nomaden arbeiteten beim Abbau von Minen mit, manchmal auch auf eigene Faust
- Nomaden leisteten eine Art Arbeitsdienst
- In Ramsessidenzeit (13. - 11. Jh.) à Heilsdienst
- Inflation in Ägypten, so konnte man nicht rechtzeitig zahlen, es kommt zu Streiks und Fluchtbewegungen
- Einwanderung in Ägypten (ca. 1670 v.Chr.)
- Exodus (um 1260 v.Chr.)
- Nomaden betrieben Viehzucht und Ackerwirtschaft in Gosen (Gebiet, welches zu Ägypten gehört)
- Religion der Nomaden war sicherlich eine Opferreligion vor einem oder mehreren Göttern
- Pharaonische Verordnungen: Beschränkung der Kinderzahl, oft Tötung der männlichen Neugeborenen; Heranziehen zur Fronarbeit mit immer höherem Soll
- Fronarbeiten: Lastträgerarbeiten, Arbeit in Ziegeleien und Steinbrüchen, Neubau von Städten, Tempel, königlicher Residenzen und Kasernen, Totengräber à Pyramiden
- Exodus: Nomaden halten die soziale Last, die Unfreiheit und den ideologischen Druck nicht mehr aus; sie lassen sich von einem Angehörigen eines Nomadenstammes, der über gute Ortskenntnis verfügt führen (wahrscheinlich Moses); Pest herrschte in Ägypten, und König Ramses II. lag im Sterben.

Führung ins gelobte Land:

- Durch eine allmähliche Einwanderung vieler kleiner Gruppen über einen längeren Zeitraum hinweg, konnten hebräische Sippen / Stämme allmählich die Macht in Kanaan für sich gewinnen
- Der Gedanke als Volk (12 Stämme) eingewandert zu sein, kam wohl erst auf, als Israel das Land schon in Besitz hatte

Landnahme:
- Tod Mose
- Josua übernimmt die Führung der Völker
- Sie ziehen über den Jordan
- Eroberung von Jericho, Ai
- Auf Berg Ebal wird ein Altar errichtet und Josua verpflichtet das Volk auf's Neue sich an die Gesetze zu halten
- Josua verteilt das Land an die 12 Stämme
- Nach der Bibel gab es schon Stammverwandte in dem ,,eroberten" Israel

Inhalt des ATs:

1.) Die Geschichtsbücher:
a)   Von der Schöpfung bis zum Einzug des Volkes Israel in Palästina
à Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri, Deuteronomium
b) Die Landnahme
à Josua, Richter, Ruth
c) Aufstieg und Entwicklung des Königtums in Israel
à 1./2. Samuel, 1./2. Könige und 1./2. Chronik, Esra und Nehemia, Tobit, Judit, Esther, 1./2. Makkabäer

2.) Die Poetischen Bücher:
à Psalmen, Hiob, Sprüche, Prediger, Weisheit, Jesus Sirach, Hoheslied

3.) Propheten:
a) Die großen Propheten: Jesaja, Jeremia, Ezechiel, Daniel
b) Die kleinen Propheten: Hosea, Joel, Amos, Obadja, Jona, Micha, Nahum, Habakuk, Zephanja, Haggaj, Sacharja, Maleachi

Daten des NTs:
6 v.Chr. Jesu Geburt in Bethlehem, Heimat: Nazareth
4 v.Chr. Nach Tod von Herodes: Aufteilung des Landes an seine vier Söhne
4 v.Chr. Zelotenaufstand
ca. 24 n.Chr. Taufe Jesu durch Johannes den Täufer, dann Wirken in Galiläa
26 - 36 n.Chr. Prokurator: Pontius Pilatus
27 - 30 n.Chr. Zug nach Jerusalem, Kreuzigung

Evangelien:
1. Mk (Markus): um 60 n.Chr.
2. Mt (Matthäus): um 70 n.Chr.
3. Lk (Lukas): um 80 n.Chr.
 
 

Entstehung der Evangelien (Zweiquellentheorie):

Sondergut  Wundergeschichten  Gleichnisse  Sondergut
    Streitgespräche  Jesus - Logien
 

                                             Mk    Redequellen
 

                                             Mt
                                             Lk

Theologische Tendenzen der Synoptiker:

1.) Mk: - Jesus ist der Messias, Sohn Gottes,...
              - Dies zeigt sich während seines Lebens in zunehmenden Maße (seine Macht
                 offenbart sich in Wunderheilungen, etc.)
              - Durch ihn kommt Heil in die Welt
              - Ganz deutlich wird seine göttliche Macht und Königsherrschaft bei Tod und
                 Auferstehung

2.) Mt: - Jesus ist von Anfang an Sohn Gottes, Messias,... (vgl. Stammbaum, Geburt, etc.)
            - er bringt das Heil in ,,heillose" Welt (Israel à andere Völker/ Missionsgedanke)
            - wichtig sind "altes Gesetz" (AT) und "neues Gesetz" (durch Jesus)
            - Der Messias ist im AT schon angekündigt (Verweise auf AT)

3.) Lk: - Jesus ist Retter der Ausgestoßenen und Sünder
            - Jesus ist frei von Fehlern und Unzulänglichkeiten
            - Jünger werden ähnlich verklärt dargestellt
            - 3-Teilung der Geschichte Jesus: Zeit des Vaters / Sohnes / Heiligen Geistes
            - Erwartung der Nähe des kommenden Gottesreiches tritt zurück à Weisung
               für das Leben in der Urgemeinde
            - Durch Jesu Geburt kommt das Heil in die Welt

Synopse: Zusammenschau, vergleichende Übersicht, bes. der Paralleltexte aus dem NT

Schema der Evangelien von Mk, Mt, Lk: Wirken in Galiläa, Weg nach und letztes Wirken
                                                                       in Jerusalem, Passion und Auferstehung

Zweiquellentheorie:

1.) Mk schreibt als erster (unter Verarbeitung kleinerer schriftlicher Sammlungen und einer ausführlichen Darstellung der Passion) sein Evangelium, dessen Aufriß die beiden anderen Synoptikern ihren Evangelien zugrunde legen.
2.) Mt und Lk benutzen als zweite gemeinsame Quelle Spruchgut, das sie einer Rede- (Logien)Quelle (Q) entnehmen und unterschiedlich verarbeiten.
3.) Mt und Lk verwenden als dritte Quelle noch jeweils Sondergut (S), das sich in den anderen Evangelien nicht findet (z.B. Vor- und Ostergeschichten, Gleichnisse, Wunder).

Felix Wiedergrün