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Zusammenfassung von: "Die Börse, eine Einführung"


2  Eigenheit der Börse
2.1 Der Markt Börse
An der Börse werden Wertpapiere und vertretbare Güter gehandelt. Die Börse funktioniert dabei wie ein Markt--> Gesetz von Angebot & Nachfrage.
Brief = "Ich besitze ein Wertpapier und will es verkaufen" (z.B. Brief 550)
Geld= "Ich will ein Wertpapier kaufen" (z.B. Geld 320)

2.2 Finanzmarkt
Börse = Teil des Finanzmarktes (Kapitalmarkt)
3 Märkte:
Geldmarkt (siehe auch Referat Geld):       kfr. zur Verfügung stehende Geldmittel werden gehandelt (flüMi)
Kreditmarkt:     Gewährung und Aufnahme von Krediten (Banken)
Kapitalmarkt:  Markt für mittel-&langfristig zur Verfügung stehende Geldmittel (Ersparnisse werden investiert)--> Markt für Wertpapiere
Der Kapitalmarkt ist unterteilt in 2 Märkte:
Primärmarkt:   neu ausgegebene Wertpapiere werden von Gesellschaften gehandelt
Sekundärmarkt: schon vorhandene Titel werden gehandelt --> Börse = Sekundärmarkt

2.3 Gang der Börse
Wertpapierbörse regelt Verteilung des Kapitals.
-  Preis eines Wertpapiers = Kurs
-  zusammengefasste Titel = Indizies (Einz. Index)
in CH:       SMI (25 wichtigste Titel)
                SPI (alle gehandelten Titel)
Performance = Wertentwicklung an der Börse
Hausse = Anstieg der Aktienkurse / Baisse = Abfall der Aktienkurse
Es gibt 2 Arten von Börsengeschäften:
Kassageschäfte:   Lieferung und Zahlung zum gleichen Zeitpunkt
Termingeschäfte: Lieferung und Zahlung auseinander --> Optionsgeschäft
Bestens-Auftrag = Bank kauft sofort zum aktuellen Kurs ein
limitierter Auftrag =der Kunde bestimmt Höchst-/Tiefstperislimitte für Kauf oder Verkauf

2.4 Die Schweizer Börse (SWX)
Dienstleistungsorganisation (57 Mitgliederbanken), elektronische Börse
Tochtergesellschaft = SOFFEX = CH-Börse für Traded Options und Financial Futufrs (derikative Finanzinstrumente)

2.5 Bedeutung der Börse
Kapitalgeber investieren in die Börse, erhoffen sich damit grössere Erträge als bei Sparheften.
Sinn der Börse: Unternehmen können Kapital aufbauen, Kapitalgeber investieren ihre Ersparnisse.
Kurs der Wertpapiere widerspiegelt Zustand der Ug. (Wenn Ug hohe Gewinnaussichten und innovative Produkte hat, dann steigt Kurs)
Börse = Indikator der Wirtschaft

3 Wertpapiere
3.1 Begriff
Wertpapiere = Urkunden, mit denen Rechte verbunden sind. Sie können auf andere übertragen werden.
2 Arten: Inividualpapier (z.B. Check), nicht handel- und vertretbares Wertpapier
             Massenpapier (Effekten), mit Nummer versehen, in grosser Anzahl.

3.2 Beteiligungs- und Forderungspapiere
Wer Beteiligungspapier besitzt, besitzt zugleich Teil der Ug. Er erhält jährlich die Dividende (wie Zins eines Sparbuches). Höhe der Dividende errechnet sich aus der
Ertragslage der Ug. Dividende gross --> Gewinn gross und umgekehrt.
Beteiligungspapiere = Aktien, Partizipations- und Genussscheine
Forderungspapiere = Obligationen. Stellen verbriefte Schuld dar. Haben festen Zins. Laufzeit ist vorbestimmt. Obligationen sind für Ug’s und öffentl. Körperschaften die
besten Mittel, um Kapital zu beschaffen.

3.3 Aktie und Obligation
 

Obligation                    Aktie                    Zweck
dient der Beschaffung von langfristigem Fremdkapital
dient der Beschaffung von Eigenkapital für Herausgeber

Stellung Kapitalgeber
Besitzer hat Forderung, die nach bestimmter Zeit fällig wird

Aktie = Beteiligungspapier. Besitzer einer Aktie ist zugleich Mitbesitzer der Ug

Ausgeber
Unternehmen, Städte, Gemeinden, Staaten Unternehmen Mitgliedschaftsrechte kein Mitbestimmungsrecht in Ug Aktionär hat ein Stimmrecht an der GV

Rückzahlung
nach Ende der Laufzeit wird angegebene Betrag zurückgezahlt es gibt keine Rückzahlung. Nur durch Verkauf möglich

Vermögensrechte
fester Zinssatz, abhängig vom allg. Zinsniveau und Kreditwürdigkeit des Schuldners keine Verzingsung des Kapitals. Aktionär erhält Anteil am Reingewinn der Ug

Kursentwicklung
relativ stabil, abhängig von Entwicklung des Zinsniveaus starke Schwankungen nach oben oder unten. Kursentwicklung ist abhängig vom Geschäftsgang der Ug und Wirtschaftsentw.

Anlegerrisiko
geringers Verlustrisiko, abhängig von Sicherheit des Schuldners. Achtung: Geldentwertung, Wechselkursschwankungen! Gewinnchancen sind grösser, als bei Obligationene, allerdings ist auch das Verlusrisiko höher!

4  Derivative Finanzinstrumente
4.1 Begriff
Derivat = abgeleitet
Finanzinstrumente, die sich auf etwas anderes beziehen. Abgeleitet vom Basistitel (z.B. Aktie)--> stellen Recht dar, zu bestimmtem Zeitpunkt bestimmtes Gut zu
vereinbartem Preis zu erwerben.
2 Arten: Optionen
             Financial Futures

4.2 Traded Options (handelbare Optionen)
= Termingeschäft (Zahlung & Lieferung auseinander)
gibt es auf allen wichtigen Finanzinstrumenten wie Aktien, Obligationen, Währungen, Metallen, Waren
Es gibt im Internet einige Anbieter, welche sich auf das Handeln mit z.B. Optionen spezialisiert haben. Im Gegensatz zu den typischen "stationären" Anbietern profitiert man bei Onlineanbietern von geringeren Gebühren. Es empfiehlt sich jedoch das vorherige Lesen von Erfahrungsberichten um sich für ein optimales Angebot zu entscheiden. Hier finden sich einige Bewertungen von einem der führenden Anbieter 24option, der sich sowohl für Einsteiger als auch Nutzer mit fortgeschrittenen Kenntnissen eignet. Die Bewertungen auf der Vergleichsseite sind dabei von anderen Nutzern. Für allgemeine Kursinformationen und Nachrichten gibt es dagegen unzählige Portalseiten wie z.B. boerse.ard.de.

Calloptionen:
Käufer erwirbt sich das Recht, bei Fälligkeit der Option zum heute vereinbarten Preis eine Aktie zu kaufen. Für dieses Recht bezahlt der Käufer dem Optionsinhaber
(Stillhalter) einen Optionspreis. Der Käufer erwartet steigende Kurse. --> kleines Risiko, da keine Pflicht da ist, die Aktie am Stichtag zu kaufen. (lediglich der O'Preis
geht verloren)
Der Verkäufer dagegen verpflichtet sich, die Aktie zum vereinbarten Preis am Stichtag zu verkaufen. Er rechnet natürlich mit einem sinkenden Kurs, um damit
Profit zu schlagen

Putoptionen:
Käufer erwirbt sich das Recht, bei Fälligkeit der Option eine Aktie zum heute vereinbarten Preis zu verkaufen. Der Stillhalter bekommt vom Käufer einen Optionspreis
bezahlt. Der Optionskäufer erwartet hier sinkende Kurse, damit er nachher dem zum Kauf verpflichteten Stillhalter die Aktie zu überhötem Preis abtreten kann.
(pessimistische Kurserwartung). Der Verkäufer erwirbt sich die Pflicht, am Stichtag die Aktie zu kaufen. Er rechnet natürlich mit steigenden Kursen

4.3 Financial Futures
= standartisierte Terminverträge. Im Vergelich zu Optionen verpflichten sich hier beide Parteien (Käufer und Verkäufer). D.h. Käufer ist am Stichtag zum Kauf
verpflichtet und Verkäufer ist am Stichtag zum Verkauf verpflichtet. Es besteht ein Vertrag zwischen den beiden Parteien.

4.4 Einsatzmöglichkeiten und Vorteile
3 bedeutsame Vorteile:
-  Mit kleinen Geldbeträgen kann überproportional investiert werden -->  Chancen für weniger Vermögende
-  Optionen- und Futuresbörsen sind sehr liquide --> grössere Gewinne und Verluste (Kapitalverscheibungen)
-  Kosten der (meist teuren Aktien) sind mittels Optionen (deriatives Instrument) geringer
Zwecke: Absicherung des Portfolios (Hedging)
             Optimierung des Anlageertrages (hohe Gewinne)

5 Anlagefonds
5.1 Begriff
Ein Anlagefonds besteht aus Anlagegeldern verschiedener Anleger. Sie legen dabei ihr Geld zusammen und können somit in grössere Anzahlen von Wertpapieren
investieren, was ihre Gewinne steigern kann. So kann auch ein kleiner Anleger von den Vorteilen grosser Anleger profitieren. Meist wird ein Fondsverwalter bestimmt.

5.2 Bedeutung von Anlagefonds
Mit den deriativen Instrumenten (Optionen) sind für den einfachen Anleger unzählige, schwer zu beruteilende Produkte geschaffen worden.--> Bereitschaft wächst,
die Geldhandlungen in Hände von Spezialisten zu geben. (Fondsverwalter)
Sinn: Anlage in versch. Wertpapiere und damit Risikoverteilung

Chancen und Gefahren bei Aktien:
Chancen:
-  Gewinn durch Kurssteigerung
-  Wechselkursgewinn
-  Langfristig hohe Rendite
-  hohe Liquidierbarkeit (Verkauf geht meistens immer)
-  Kursgewinne sind steuerfrei
-  Inflantionsresistenz

Gefahren:
-  Verluste durch Kursrückgang
-  Wechselkursverluste
-  kurzfristige Kursschwankungen
-  Verlust bei Verkauf
-  Dividende ist steuerpflichtig
-  Totalverlust möglich

Auswahlkritierien für Aktien
Shareholder Value:
- strategische Ziele der Ug
- Informaitonspolitik
Earnings per share:
- Gewinn / Gesamtanzahl Aktien
Cash-Flow per share:
- Mittelzufluss / Gesamtanzahl der Aktien
Price-Earning-Ratio:
- Kurs / Gewinn pro Aktie
- Beurteilung der momentanen Bewertung
Dividendenrente:

Portfoliostrukturen
Fixed Icome:
- ausschliesslich festverzinsliche Vermösgenswerte
- sehr sicherheitsorientierte Anleger --> Erhaltung des Vermögens
- risikoscheue und nicht risikofähige Anleger, keine Aktienanlage
Einkommensorientiert:
- für sicherheitsorientierte Anleger
- wenige Aktien möglich
Kapitalgewinnorientiert:
- für risikofreudige und -fähige Anleger
- festverzinsliche Anlagen
- langfristiger Vermögenszuwachs
Aktienorientierter Anleger
- sehr risikofreudiger oder -fähiger Anleger
- keine festverzinslichen Anlagen
- langfristig hohe Wertsteigerung

Risiken bei Investitionen
- Delkredere-Risiko (Ratings, Bonitätsprüfung, Ug-Analyse)
- Markt-Risiko (Veränderungen Geld- und Kapitalmarkt, wirtschaftl. Entwicklung)
- Währungsrisiko (Entwicklung der Devisenmärkte, politische Entw., Geldpolitik der Nationalbank)
- politische Risiken (Wahlen, Abstimmungen, polit. Unruhen, Regierungsumsturtz)
- Transferrisiko (Überweisung in Heimwährung, Wechselkurs)

© by Samuel Schmid Nov.99